Schnellnavigation

Steuerleiste | Navigation | Suche | Inhalt

Suche

Erweiterte Suche Tipps und Tricks

Alle Dokumente

Suchmaske und Trefferliste maximieren
 


Hinweis

Dokument

  in html speichern drucken pdf Dokument Ansicht maximierenDokumentansicht maximieren
Einzelnorm
Aktuelle GesamtausgabeGesamtausgaben-Liste
Blättern zur vorhergehenden Norm Blättern im Gesetz Blättern zur nachfolgenden Norm
Amtliche Abkürzung:RahmenVO-BS-KM
Fassung vom:19.02.2019 Fassungen
Gültig ab:01.03.2019
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2204-3
Verordnung des Kultusministeriums über Rahmenvorgaben für die Umstellung der
Studiengänge für das höhere Lehramt an beruflichen Schulen mit den beruflichen Fachrichtungen
Gerontologie, Gesundheit und Care sowie Sozialpädagogik/Pädagogik auf die gestufte Studiengangstruktur
(Rahmenvorgabenverordnung berufliche Lehramtsstudiengänge - RahmenVO-BS-KM)
Vom 29. April 2016

§ 2
Studienumfang, Regelstudienzeiten, Kooperationen, Schulpraxis

(1) Der Studien- und Prüfungsumfang für Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Berufspädagogik, Bildungswissenschaften und schulpraktische Anteile beträgt für die Bachelor- und Masterstudiengänge jeweils insgesamt 300 Leistungspunkte nach dem europäischen System zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen (ECTS-Punkte) und wird in dieser Verordnung jeweils innerhalb der erforderlichen Gesamtleistung für den Bachelorstudiengang (180 ECTS-Punkte) und den Masterstudiengang (120 ECTS-Punkte) zusammen ausgewiesen. Die Aufteilung der Studienanteile und Studieninhalte auf den Bachelor- und den Masterstudiengang nehmen die Hochschulen in ihren jeweiligen Studien- und Prüfungsordnungen vor.

(2) In ihren Studien- und Prüfungsordnungen können die Hochschulen die Verteilung der ECTS-Punkte für angebotene Module entsprechend den Vorgaben der Tabelle in § 4 Absatz 1 ausgestalten; die Gesamtzahl der ECTS-Punkte für den Bachelorstudiengang beziehungsweise für den Masterstudiengang bleibt davon unberührt.

(3) Die Regelstudienzeit beträgt zehn Semester (davon sechs Semester für den Bachelorstudiengang und vier Semester für den Masterstudiengang). Soweit vorgeschriebene Kenntnisse in einer alten Fremdsprache (Latein, Griechisch, Hebräisch) nicht durch das Reifezeugnis nachgewiesen sind, bleiben je Fremdsprache bis zu zwei Semester unberücksichtigt. Sind moderne Fremdsprachen Studienvoraussetzung, können für diese, mit Ausnahme von Englisch, zusammen bis zu zwei Semester ohne Anrechnung auf die Regelstudienzeit verwendet werden.

(4) Bei der Ausgestaltung der Studiengänge streben die beteiligten Hochschulen soweit als möglich strukturierte und institutionalisierte Kooperationen an und stimmen die Studien- und Prüfungsordnungen ab, so dass ein Studium entsprechender Fächerkombinationen insbesondere in zeitlicher Hinsicht sinnvoll möglich ist. In den Fachdidaktiken können die Universitäten und die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg mit Pädagogischen Hochschulen und mit den Seminaren für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte (Berufliche Schulen) kooperieren. Fachdidaktische Veranstaltungen werden forschungsbasiert ausgerichtet und müssen den besonderen Erfordernissen der Ausbildung an beruflichen Schulen Rechnung tragen.

(5) Der Zugang zum lehramtsbezogenen Masterstudiengang setzt den Nachweis über den Abschluss eines entsprechenden lehramtsbezogenen Bachelorstudiengangs, beim Studiengang Gerontologie, Gesundheit und Care auch eine dreijährige erfolgreich abgeschlossene Ausbildung in der Altenpflege nach dem Altenpflegegesetz oder eine vom Kultusministerium als gleichwertig anerkannte Ausbildung voraus. Der lehramtsbezogene Bachelorstudiengang nach § 1 Absatz 4 umfasst Studienanteile von zwei Fachwissenschaften und ihren Fachdidaktiken, Bildungswissenschaften und schulpraktische Studien. Für den Bachelorstudiengang im Bereich Gerontologie, Gesundheit und Care werden deshalb eine einjährige Ausbildung in der Altenpflegehilfe nach der Ausbildungs- und Prüfungsordnung Altenpflegehilfe oder mindestens ein abgeschlossenes Jahr einer dreijährigen Pflegefachausbildung als zusätzliche Voraussetzung empfohlen. In Ausnahmefällen ist der Zugang zu einem lehramtsbezogenen Masterstudiengang auch nach Abschluss eines Fachbachelorstudiengangs möglich, der lehramtsbezogene Elemente gemäß Satz 2 enthält. Voraussetzung ist, dass fehlende Studienleistungen eines entsprechenden lehramtsbezogenen Bachelorstudiengangs bis zur Anmeldung zur Masterarbeit nachgeholt sind. Die Regelungen zu den Studienumfängen in § 4 sind zu berücksichtigen. Insgesamt dürfen die fehlenden Studienleistungen eine Höchstgrenze von 50 ECTS-Punkten nicht überschreiten. Näheres regeln die Hochschulen in ihren Zulassungssatzungen. § 59 Absatz 1 Satz 1 LHG bleibt unberührt.

(6) Inhalte zu Grundfragen der Inklusion werden in jedem Lehramtsstudium (Bachelorstudiengang und Masterstudiengang) in den Bildungswissenschaften mit mindestens sechs ECTS-Punkten studiert.

(7) Vertiefungsfächer aus dem Bereich der Sonderpädagogik können in beiden Lehramtsstudiengängen optional angeboten werden. Darüber hinaus kann für Studierende beider lehramtsbezogener Bachelor- und Masterstudiengänge eine sonderpädagogische Fachrichtung als Erweiterungsfach in einem ergänzenden Masterstudiengang nach § 7 Absatz 6 der Rahmenvorgabenverordnung Lehramtsstudiengänge angeboten werden.

(8) Innerhalb der Regelstudienzeit werden schulpraktische Studien im Bachelor- und im Masterstudiengang absolviert.

(9) Ausbildungsschulen sind die jeweiligen öffentlichen und mit Genehmigung des Regierungspräsidiums auch staatlich anerkannten privaten beruflichen Schulen. Die Schulen sind verpflichtet, die zur Durchführung der schulpraktischen Studien erforderlichen Praktikumsplätze in ausreichender Zahl bereitzustellen. Schulleiterinnen oder Schulleiter und die von ihnen beauftragten Ausbildungslehrkräfte betreuen die Studierenden und sind ihnen gegenüber weisungsbefugt.

(10) Die Studierenden dokumentieren und reflektieren den systematischen Aufbau berufsbezogener Kompetenzen in den einzelnen Praxiselementen ihrer Ausbildung in einem Portfolio. Das Portfolio wird in der Regel von Beginn des Studiums bis zum Ende des Vorbereitungsdienstes geführt. Es dokumentiert die Ausbildung als zusammenhängenden berufsbiographischen Prozess.

Weitere Fassungen dieser Norm ausblendenWeitere Fassungen dieser Norm

 


Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie genau dieses Dokument verlinken möchten:
https://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&docid=jlr-BLehrRahmenVBWV1P2&psml=bsbawueprod.psml&max=true

Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie immer auf die gültige Fassung der Vorschrift verlinken möchten:
https://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=BLehrRahmenV+BW+%C2%A7+2&psml=bsbawueprod.psml&max=true


Blättern zur vorhergehenden Norm Blättern im Gesetz Blättern zur nachfolgenden Norm