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Aktuelle Gesamtausgabe
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Amtliche Abkürzung:QuaPrO-fS
Fassung vom:18.02.2020
Gültig ab:01.03.2020
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:790
Verordnung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz über die Qualifizierung und Prüfung zum Erwerb der forstlichen Sachkunde
(Qualifizierungs- und Prüfungsordnung forstliche Sachkunde - QuaPrO-fS)
Vom 18. Februar 2020

Anlage 1

(zu § 7 Absatz 1 Nummer 2)

Ärztliche Bescheinigung zur Feststellung der gesundheitlichen Eignung für die
Teilnahme am Qualifizierungsprogramm zum Erwerb der forstlichen Sachkunde

nach § 7 Arbeitsschutzgesetz, nach § 7 Unfallverhütungsvorschrift Grundsätze der Prävention bei der Übertragung von Aufgaben auf Beschäftigte
sowie § 7 Absatz 1 Nummer 2 QuaPrO-fS

Zur Vorlage bei der höheren Forstbehörde im Regierungspräsidium Freiburg als Qualifizierungsbehörde im Sinne von § 6 Absatz 1 QuaPrO-fS

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Hinweise
zur Feststellung der gesundheitlichen Eignung für die Teilnahme am Qualifizierungsprogramm zum
Erwerb der forstlichen Sachkunde

Vorbemerkungen:

Diese Hinweise sind nach dem Schema der „Berufsgenossenschaftlichen Grundsätze für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen“ des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften aufgebaut. Die Untersuchung sollte sich im Hinblick auf eine vernünftige Kosten-Nutzen-Relation auf die eingehende Erhebung der Vorgeschichte (Kranken- und Berufsanamnese), eine gründliche körperliche Untersuchung und eine Funktionsdiagnostik beschränken, wie sie auch in einer Allgemeinpraxis durchgeführt werden können.

1.

Anwendungsbereich

Nachstehende Hinweise geben Anhaltspunkte für eine gezielte arbeitsmedizinische Eignungs- und Tauglichkeitsuntersuchung vor Beginn des Qualifizierungsprogramms zum Erwerb der forstlichen Sachkunde.

2.

Gefahrenquellen

 

2.1

Unfallgefahren durch

-

herabfallende Äste und Totholz

-

unebenes, schwieriges Gelände

2.2

Gesundheitsgefahren durch

-

klimatische Einflüsse

-

gefährliche Pflanzen oder Tiere

-

körperliche Beanspruchung

-

häufige sitzende Tätigkeiten

3.

Eignungs- und Tauglichkeitsuntersuchung

3.1

Allgemeine Untersuchung

3.1.1

Allgemeine Anamnese, Arbeitsanamnese (Berufe, bei denen der Untersuchte z.B. Lärm oder Vibrationen ausgesetzt war), Beschwerden.

3.1.2

Eingehende körperliche Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung des Bewegungsapparates und der Wirbelsäule.

3.1.3

Urinstatus

3.1.4

Blutdruckmessung

3.1.5

Prüfung von Sehschärfe, Gesichtsfeld und räumlichem Sehvermögen

3.1.6

orientierende Überprüfung des Hörvermögens

3.1.7

eine Impfbuchkontrolle

3.2

Arbeitsmedizinische Kriterien

3.2.1

Für das Qualifizierungsprogramm zum Erwerb der forstlichen Sachkunde nicht geeignet sind Personen, bei deren Untersuchungen folgende körperliche Merkmale oder Befunde mit Krankheitswert festgestellt werden:

-

Krampfleiden, Epilepsie, Absencen

-

Gemüts- oder Geisteskrankheiten, auch wenn diese abgeklungen sind, jedoch ein Rückfall nicht hinreichend sicher ausgeschlossen werden kann.

-

Schwachsinn, abnorme Wesensart oder abnorme Verhaltensweise erheblichen Grades

-

schwere Sprachstörungen

-

Eingeweidebrüche

-

Erkrankungen oder Veränderungen des Stütz- oder Bewegungsapparates oder des Brustkorbes mit stärkeren Funktionsstörungen

-

Erkrankungen oder Schäden des zentralen oder peripheren Nervensystems mit wesentlichen Funktionsstörungen und deren Folgezustände, funktionelle Störungen nach Schädel- oder Hirnverletzung. Hirndurchblutungsstörungen.

-

Erkrankungen oder Veränderungen des Herzens oder des Kreislaufs mit Einschränkung der Leistungs- und Regulationsfähigkeit, Blutdruckveränderungen stärkeren Grades. Zustand nach Herzinfarkt.

-

eine nicht korrigierbare Einschränkung der Sehschärfe, die das Führen von Kraftfahrzeugen nicht erlaubt.

-

Einschränkungen des normalen Gesichtsfeldes bei grober Prüfung ohne Gerät.

3.2.2

Geeignet

Personen, bei denen die unter 3.2.1 aufgezählten Kriterien nicht zutreffen, sofern kein Beschäftigungsverbot aus sonstigen Gründen besteht.


 


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