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Amtliche Abkürzung:KiPflVO
Fassung vom:21.07.2015
Gültig ab:01.08.2015
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2223
Verordnung des Kultusministeriums über die
Ausbildung und Prüfung an den Berufsfachschulen für Kinderpflege
(Kinderpflegeverordnung - KiPflVO)
Vom 21. Juli 2015

§ 9
Probezeit

(1) Die Aufnahme erfolgt zunächst auf Probe. Am Ende des ersten Schulhalbjahres wird ein Halbjahreszeugnis erteilt. Die Klassenkonferenz entscheidet auf Grund der Noten des Halbjahreszeugnisses über das Bestehen der Probezeit; § 15 Absatz 2 und 3 gilt entsprechend. Wer die Probezeit nicht bestanden hat, muss die Berufsfachschule für Kinderpflege verlassen, soweit in Absatz 2 nichts anderes bestimmt ist. Das Nichtbestehen der Probezeit ist im Halbjahreszeugnis zu vermerken.

(2) Wer an einem Beratungsgespräch, das die Schule der Schülerin oder dem Schüler bei Nichtbestehen der Probezeit anbietet, teilgenommen hat, darf den Bildungsgang auf Antrag weiterhin bis zum Ende des laufenden Schuljahres mit den Rechten und Pflichten einer Schülerin oder eines Schülers besuchen. In dem Beratungsgespräch sind das bisherige Lern- und Arbeitsverhalten mit der Schülerin oder dem Schüler zu reflektieren und Änderungen im Lern- und Arbeitsverhalten, die voraussichtlich eine Verbesserung der Leistungen bewirken können, zu besprechen. Ergänzend soll die Schule mit der Schülerin oder dem Schüler eine Vereinbarung über das zukünftige Lern- und Arbeitsverhalten schließen. Ein Verstoß gegen diese Vereinbarung gilt als Verstoß gegen die Schulordnung im Sinne des § 90 Absatz 1 SchG. Stellt die Klassenkonferenz zum Ende des Schuljahres fest, dass nach § 15 eine Versetzung in die zweite Klasse erfolgen könnte, entfällt die Verpflichtung, die Schule verlassen zu müssen.

(3) Wer die Probezeit nicht bestanden und die Berufsfachschule für Kinderpflege verlassen hat, kann in eine Berufsfachschule für Kinderpflege nur aufgenommen werden, wenn nach Aufnahme aller Bewerberinnen und Bewerber, die die Voraussetzungen nach § 5 erfüllen, noch Schulplätze frei sind, und die Schulleiterin oder der Schulleiter oder eine von ihr oder ihm beauftragte Lehrkraft in einem Kolloquium zu der Auffassung gelangt, dass die Bewerberin oder der Bewerber den Anforderungen der Berufsfachschule für Kinderpflege genügen wird. Um dieses Ziel zu fördern, kann die Berufsfachschule für Kinderpflege Vereinbarungen mit der Bewerberin oder mit dem Bewerber über das Lern- und Arbeitsverhalten schließen. Absatz 2 Satz 4 gilt entsprechend.

 


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