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Amtliche Abkürzung:WPrOPflege
Fassung vom:29.03.2004
Gültig ab:18.05.2004
Gültig bis:31.12.2024
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2204-3
Verordnung des Kultusministeriums über die Wissenschaftliche Staatsprüfung
für das höhere Lehramt an beruflichen Schulen mit der beruflichen Fachrichtung Pflegewissenschaft
(WPrOPflege)
Vom 29. März 2004

Anlage

Prüfungsfächer

Zu den Anforderungen in den nachfolgend genannten Prüfungsfächern zählt regelmäßig auch die Fähigkeit zum Gebrauch der wichtigen wissenschaftlichen Hilfsmittel einschließlich der elektronischen Medien sowie des Internet.

I.

Pflegewissenschaft/Gerontologische Pflege

Grundständiges Studium

1

Voraussetzungen für die Zulassung zur
Prüfung

Erfolgreiche Teilnahme an

1.1

1 Übung zu den Grundlagen der Pflege

1.2

1 Übung zu den Grundlagen der Gerontologie

1.3

1 Seminar zu Pflegetheorien

1.4

1 Seminar zu Theorien der Gerontologie

1.5

1 Seminar zur Interventionsgerontologie

1.6

1 Seminar zur biografisch orientierten Forschung

1.7

1 Übung zur Physiologie

1.8

1 Seminar zur Gerontopsychiatrie

1.9

1 Seminar zur Geriatrie

1.10

1 Seminar zum Pflegemanagement

1.11

1 Seminar zur stationären oder zur offenen Altenarbeit

1.12

1 zweisemestrigen Übung zu Forschungsmethoden und Statistik

1.13

1 Seminar zur Pflegediagnostik

1.14

insgesamt Praktika von 24 Wochen Dauer in Bereichen der Altenpflege

1.15

den Lehrveranstaltungen im Rahmen der Pädagogischen Studien und des Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudiums gemäß § 5 Satz 3

2

Anforderungen in der Prüfung

2.1

Vertrautheit mit Methoden der empirischen Forschung (quantitative und qualitative Methodik)

2.2

Kenntnisse der Pflegetheorien und zentraler empirischer Befunde, Konzepte und Modelle der Pflegewissenschaft, rechtliche und institutionelle Grundlagen der Pflege, Palliativpflege

2.3

Kenntnisse gerontologischer Theorien und zentraler empirischer Befunde (Genetik, Physiologie, Psychologie, Soziologie, Sozialpolitikwissenschaft), Mehrdimensionalität von Entwicklungsprozessen

2.4

Einblick in Nachbardisziplinen der Pflege (Ernährungswissenschaft, Gesundheitswissenschaft, Sport- und Bewegungswissenschaft), Grundlagen des interdisziplinären Handelns im Pflegeprozess

2.5

Grundlagen der Physiologie des Alters, Kenntnisse bedeutender körperlicher und psychischer Erkrankungen im Alter

2.6

Einblick in Nachbardisziplinen der Gerontologie (Erziehungswissenschaft, Psychologie, Soziologie)

2.7

Kenntnisse über Bereiche pflegerischen Handelns; Pflegeplanung und Pflegedokumentation

2.8

Grundlagen und Methoden der Intervention im Bereich der Pflege und der Gerontologie

2.9

Methoden der Gesundheitsförderung und der Prävention

2.10

Differenzierte Wahrnehmung und Beurteilung des Pflegeprozesses; person- und situationsorientierte Pflege

2.11

Beurteilung von Rehabilitations- und Veränderungspotenzialen sowie von Fähigkeiten und Ressourcen im biografischen Kontext, Kenntnis zentraler Methoden der Aktivierung und Rehabilitation, Einsatz von Hilfsmitteln

2.12

Grundlagen und Formen der Leidens- und Sterbebegleitung

2.13

Einblick in die Grundlagen biografisch orientierter Forschung - biografische Einflüsse der Bewältigung von kritischen Lebensereignissen und Verlusten

2.14

Ethik in der Pflege

2.15

Kritische Reflexion der gesellschaftlichen Altersbilder

2.16

Methoden und Evaluation sowie Fragen der Qualitätsentwicklung und der Qualitätssicherung

2.17

Methoden der Angehörigenberatung und Angehörigenschulung

2.18

Bedeutung der Migration für die Pflege

2.19

Soziale Beziehungen, soziale Integration und Partizipation, Lebenslagen

3

Durchführung der Prüfung

3.1

Schriftliche Prüfung mit 1 Klausur (4-stündig)

Die Prüfer legen 4 Rahmenthemen aus den unter 2.2, 2.4, 2.7, 2.10, 2.11, 2.13, 2.15, 2.16 und 2.17 genannten Anforderungen und Prüfungsbereichen (Pflegewissenschaft und Nachbardisziplinen) sowie 4 Rahmenthemen aus den unter 2.3, 2.6, 2.8, 2.9, 2.12. 2.14 und 2.18 genannten Anforderungen und Prüfungsbereichen (Gerontologie und Nachbardisziplinen) fest.

Die Rahmenthemen müssen für alle Bewerber dieselben sein. Im Einvernehmen mit dem Prüfungsamt teilen die Prüfer die Rahmenthemen den Bewerbern etwa 6 Monate vor der schriftlichen Prüfung in einer gemeinsamen Bekanntmachung mit. Aus jedem Rahmenthema wird in der Regel je 1 Aufgabe zur Wahl gestellt. Alle Bewerber erhalten die gleichen Aufgaben. Davon sind 2 Aufgaben zu bearbeiten: 1 Aufgabe aus den Rahmenthemen zur Pflegewissenschaft einschließlich Nachbardisziplinen sowie 1 Aufgabe aus den Rahmenthemen zur Gerontologie einschließlich Nachbardisziplinen.

Eine Aufgabe aus einem Rahmenthema, dem oder dessen näherem Umkreis das Thema der Wissenschaftlichen Arbeit zuzuordnen ist, kann nicht gewählt werden.

3.2

Mündliche Prüfung

Die mündliche Prüfung dauert etwa 60 Minuten. Sie erstreckt sich auf die unter 2 genannten Anforderungen.

In der Regel geht die Prüfung von 2 Prüfungsgebieten aus, von denen der Bewerber je eines aus dem Bereich 2.2 (Pflegewissenschaft) und dem Bereich 2.3 (Gerontologie) mit Zustimmung seiner Prüfer gewählt hat. Jedes dieser Prüfungsgebiete wird etwa 15 Minuten geprüft. Die weitere Prüfungszeit entfällt auf die unter 2 genannten Anforderungen.

Gegenstand und näherer Umkreis der Wissenschaftlichen Arbeit sowie die Rahmenthemen, welchen die in der schriftlichen Prüfung (Klausur) gewählten Aufgaben entnommen wurden, bleiben außer Betracht.

Aufbaustudium

1

Voraussetzungen für die Zulassung zur
Prüfung

Erfolgreiche Teilnahme an

1.1

1 Seminar zu Theorien der Gerontologie

1.2

1 Seminar zur Interventionsgerontologie

1.3

1 Seminar zur biografisch orientierten Forschung

1.4

1 Seminar zur Gerontopsychiatrie

1.5

1 Seminar zur Geriatrie

1.6

1 zweisemestrigen Übung zu Forschungsmethoden und Statistik

(Vom Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an der unter 1.6 bezeichneten zweisemestrigen Übung zu Forschungsmethoden und Statistik kann befreit werden, wer einen gleichwertigen Leistungsnachweis erbracht hat. Die Gleichwertigkeit der Nachweise wird von der Universität festgestellt und bescheinigt.)

1.7

den Lehrveranstaltungen im Rahmen der Pädagogischen Studien und des Ethisch-philosophischen Grundlagenstudiums gemäß § 5 Satz 3

2

Anforderungen in der Prüfung

2.1

Vertrautheit mit Methoden der empirischen Forschung (quantitative und qualitative Methodik)

2.2

Kenntnisse der Pflegetheorien und zentraler empirischer Befunde, Konzepte und Modelle der Pflegewissenschaft, rechtliche und institutionelle Grundlagen der Pflege, Palliativpflege

2.3

Kenntnisse gerontologischer Theorien und zentraler empirischer Befunde (Genetik, Physiologie, Psychologie, Soziologie, Sozialpolitikwissenschaft), Mehrdimensionalität von Entwicklungsprozessen

2.4

Einblick in Nachbardisziplinen der Pflege (Ernährungswissenschaft, Gesundheitswissenschaft, Sport- und Bewegungswissenschaft), Grundlagen des interdisziplinären Handelns im Pflegeprozess

2.5

Grundlagen der Physiologie des Alters, Kenntnisse bedeutender körperlicher und psychischer Erkrankungen im Alter

2.6

Einblick in Nachbardisziplinen der Gerontologie (Erziehungswissenschaft, Psychologie, Soziologie)

2.7

Kenntnisse über Bereiche pflegerischen Handelns; Pflegeplanung und Pflegedokumentation

2.8

Grundlagen und Methoden der Intervention im Bereich der Pflege und der Gerontologie

2.9

Methoden der Gesundheitsförderung und der Prävention

2.10

Differenzierte Wahrnehmung und Beurteilung des Pflegeprozesses; person- und situationsorientierte Pflege

2.11

Beurteilung von Rehabilitations- und Veränderungspotenzialen sowie von Fähigkeiten und Ressourcen im biografischen Kontext, Kenntnis zentraler Methoden der Aktivierung und Rehabilitation, Einsatz von Hilfsmitteln

2.12

Einblick in die Grundlagen biografisch orientierter Forschung - biografische Einflüsse der Bewältigung von kritischen Lebensereignissen und Verlusten

2.13

Ethik in der Pflege

2.14

Kritische Reflexion der gesellschaftlichen Altersbilder

2.15

Methoden und Evaluation sowie Fragen der Qualitätsentwicklung und der Qualitätssicherung

2.16

Methoden der Angehörigenberatung und Angehörigenschulung

2.17

Bedeutung der Migration für die Pflege

2.18

Soziale Beziehungen, soziale Integration und Partizipation, Lebenslagen

3

Durchführung der Prüfung

3.1

Die mündliche Prüfung dauert etwa 60 Minuten. Sie erstreckt sich auf die unter 2 genannten Anforderungen.

In der Regel geht die Prüfung von 2 Prüfungsgebieten aus, von denen der Bewerber je eines aus dem Bereich 2.2 (Pflegewissenschaft) und dem Bereich 2.3 (Gerontologie) mit Zustimmung seiner Prüfer gewählt hat. Jedes dieser Prüfungsgebiete wird etwa 15 Minuten geprüft. Die weitere Prüfungszeit entfällt auf die anderen unter 2 genannten Anforderungen.

Gegenstände und näherer Umkreis der Wissenschaftlichen Arbeit sowie die Rahmenthemen, welchen die in der schriftlichen Prüfung (Klausur) gewählten Aufgaben entnommen wurden, bleiben außer Betracht.

II.

Wahlpflichtfächer

Deutsch

Hauptfach

1

Voraussetzungen für die Zulassung zur
Prüfung

1.1

Kenntnisse von 2 Fremdsprachen, die das Verständnis fremdsprachlicher Texte ermöglichen, und zwar des Englischen und einer der folgenden Sprachen: Latein, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch.

Soweit diese Kenntnisse nicht durch das Reifezeugnis nachgewiesen sind, soll der Nachweis entsprechender Kenntnisse zu Beginn des Studiums, spätestens zum Zeitpunkt der Meldung zur akademischen Zwischenprüfung erbracht werden.

1.2

Erfolgreiche Teilnahme an

1.2.1

jeweils 1 Proseminar aus dem Bereich der neueren Literatur, der älteren Literatur und der Sprachwissenschaft

1.2.2

2 Hauptseminaren aus dem Bereich der neueren Literatur, 1 Hauptseminar aus dem Bereich der älteren Literatur und 1 Hauptseminar aus dem Bereich der Sprachwissenschaft

1.2.3

1 fachdidaktischen Lehrveranstaltung

1.2.4

den Lehrveranstaltungen im Rahmen der Pädagogischen Studien und des Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudiums gemäß § 5 Satz 3

2

Anforderungen in der Prüfung

2.1

Literatur

2.1.1

Theoretische Grundlagen der Literaturwissenschaft

Vertrautheit mit literaturwissenschaftlichen Theorien und Methoden sowie die Fähigkeit, sie auf literarische Texte anzuwenden

2.1.2

Literaturgeschichte

Kenntnis der deutschen Literatur und ihrer Epochen. Kenntnis von Beziehungen zwischen der deutschen Literatur und Literaturen anderer Sprachen. Vertrautheit mit zentralen Werken der deutschen Literatur, insbesondere der Zeit zwischen 1770 und 1830 aufgrund eingehender Lektüre

2.1.3

Interpretation

Fähigkeit, Texte zu interpretieren sowie in ihren literarischen, historischen und soziokulturellen Zusammenhängen zu erklären. Einblick in Formen der literarischen Kommunikation und in die Rolle von Literatur im Bereich der Medien

2.2

Sprache

2.2.1

Systematische Aspekte der Sprachwissenschaft

Kenntnis der deutschen Sprache, besonders ihrer Grammatik und Lexik; Vertrautheit mit sprachwissenschaftlichen Theorien und Methoden sowie die Fähigkeit, sie auf die deutsche Sprache anzuwenden

2.2.2

Sprachgeschichte

Kenntnis mindestens einer älteren Sprachstufe und der Geschichte des Neuhochdeutschen. Fähigkeit, Erscheinungen des Sprachwandels strukturell und im Zusammenhang historischer und sozialer Bedingungen zu beschreiben

2.2.3

Sprache als Mittel der Kommunikation

Fähigkeit, sprachliche Kommunikation zu beschreiben und die Modalitäten des Spracherwerbs darzustellen. Fähigkeit zum wissenschaftlichen Umgang mit räumlichen, sozialen, funktionalen und medialen Varianten der deutschen Sprache

3

Durchführung der Prüfung

3.1

Schriftliche Prüfung mit 1 Klausur (5-stündig)

Die Prüfer legen in neuerer Literatur bis zu 8, in älterer Literatur und Sprache jeweils bis zu 4 Rahmenthemen fest, aus denen die Aufgaben gestellt werden. Die Rahmenthemen müssen für alle Bewerber dieselben sein. Im Einvernehmen mit dem Prüfungsamt teilen die Prüfer die Rahmenthemen den Bewerbern etwa 6 Monate vor der schriftlichen Prüfung in einer gemeinsamen Bekanntmachung mit. Aus jedem Rahmenthema wird je 1 Aufgabe für alle Bewerber zu Wahl gestellt. 1 Aufgabe ist zu bearbeiten.

Eine Aufgabe aus einem Rahmenthema, dem das Thema der Wissenschaftlichen Arbeit zuzuordnen ist, kann nicht gewählt werden.

3.2

Die mündliche Prüfung dauert etwa 60 Minuten.

Sie erstreckt sich auf die unter 2 genannten Anforderungen unter Berücksichtigung von 3.2.1 und 3.2.2. Von der Prüfungszeit entfallen etwa 30 Minuten auf die neuere Literatur. Die weitere Prüfungszeit entfällt zu ungefähr gleichen Teilen auf die Sprachwissenschaft und auf die Literatur des Mittelalters, in der auch die ältere Sprachstufe geprüft wird.

Gegenstand und näherer Umkreis der Wissenschaftlichen Arbeit und das Rahmenthema, dem die in der schriftlichen Prüfung bearbeitete Aufgabe entnommen wurde, bleiben außer Betracht.

Prüfungsgebiete sind:

3.2.1

Literatur

Literatur des Mittelalters

Geprüft werden 2 Gebiete. Möglich sind z. B. althochdeutsche Literatur; Heldenepik; Artusdichtung und höfischer Roman; mittelhochdeutsche Lyrik, Geschichtsdichtung (einschließlich Kreuzzugdichtung); geistliches und weltliches Spiel. Dabei sind sprachgeschichtliche Aspekte einzubeziehen.

Neuere Literatur

Geprüft werden 3 Gebiete:

1 Prüfungsgebiet aus der Zeit zwischen 1770 und 1830, unter besonderer Berücksichtigung Goethes, Schillers, Kleists, sowie 2 weitere Prüfungsgebiete aus den 3 folgenden Bereichen: 1 weitere Epoche der deutschen Literatur nach 1500 (z. B. Barock, Aufklärung und Sturm und Drang, Realismus, Expressionismus), 1 Gattung (Lyrik, Drama, Roman) oder Untergattung (z. B. Tragödie, Komödie, Bildungsroman, Novelle) und deren Entwicklung durch mehr als eine Epoche, 1 bedeutender deutschsprachiger Autor mit seinen Hauptwerken, der bei der Wahl der Epoche oder Gattung nicht berücksichtigt worden ist (z. B. Grimmelshausen, Hölderlin, Kafka, Brecht, Bachmann).

Die Prüfungsgebiete müssen auf der Basis breiter Textauswahl so festgelegt werden, dass insgesamt ein weites Feld erschlossen wird und die Gegenwartsliteratur berücksichtigt ist.

3.2.2

Sprache

Je 1 Prüfungsgebiet aus 2 der 3 folgenden Bereiche:

Sprachgeschichte

Möglich ist z. B.

Laut- und Graphiegeschichte; Formengeschichte; Geschichte des Wortschatzes; Geschichte der Syntax; Herausbildung und Charakteristika der neuhochdeutschen Schriftsprache; das Neuhochdeutsche seit dem 18. Jahrhundert.

Sprache als System

Möglich ist z. B.

Laut- und Schriftsystem; Formensystem, Syntax; Semantik; Lexikologie und Lexikographie; Wortbildung (jeweils das Neuhochdeutschen); Sprache und Denken; Sprachphilosophie

Sprache als Mittel der Kommunikation

Möglich ist z. B.

Pragmalinguistik; Textlinguistik; Rhetorik und Stilistik; Sprachvarietäten (z. B. Alltagssprache, Literatursprache, Dialekte, Soziolekte, Fachsprachen); Sprache der Medien; Erst- und Zweitsprachenerwerb.

Englisch

Hauptfach

1

Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung

1.1

Latinum oder Kenntnis einer der folgenden europäischen Fremdsprachen: Französisch, Italienisch, Spanisch.

Soweit diese Kenntnisse nicht durch das Reifezeugnis nachgewiesen sind, soll der Nachweis entsprechender Kenntnisse zu Beginn des Studiums, spätestens zum Zeitpunkt der Meldung zur akademischen Zwischenprüfung erbracht werden.

1.2

Erfolgreiche Teilnahme an

1.2.1

sprachpraktische Übungen im Grundstudium im Umfang von 6 Semesterwochenstunden zum Erwerb des Sprachenscheins I (Anrechnungen nach § 8 Abs. 3)

1.2.2

sprachpraktischen Übungen im Hauptstudium im Umfang von 6 Semesterwochenstunden zum Erwerb des Sprachenscheins II (Anrechnungen nach § 8 Abs. 3)

1.2.3

2 sprachwissenschaftlichen und 2 literaturwissenschaftlichen Proseminaren

1.2.4

1 sprachwissenschaftlichen und 1 literaturwissenschaftlichen Hauptseminar

1.2.5

2 landeskundlichen Lehrveranstaltungen zur englischsprachigen Welt, davon mindestens 1 über Großbritannien oder die Vereinigten Staaten von Amerika, aus 2 verschiedenen Gebieten (Anrechnungen nach § 8 Abs. 3)

1.2.6

1 fachdidaktischen Lehrveranstaltung

1.2.7

den Lehrveranstaltungen im Rahmen der Pädagogischen Studien und des Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudiums gemäß § 5 Satz 3

1.3

Ein mindestens dreimonatiger, zusammenhängender Aufenthalt im englischen Sprachgebiet wird erwartet.

2

Anforderungen in der Prüfung

2.1

Sprachbeherrschung

Sicherheit im mündlichen und schriftlichen Gebrauch der englischen Sprache: Sicherheit in Lautbildung, Intonation und Betonung; Umfangreicher aktiver Wortschatz. Fähigkeit zur Umschrift englischer Wörter und Sätze nach den Regeln der International Phonetic Association. Sicherheit in Grammatik, Stilistik (Sprachebenen) und Idiomatik. Aus praktischen Gründen soll sich die Aussprache an der »Received Pronunciation« oder dem »General American« orientieren. Fähigkeit, auch schwierige Texte ohne Hilfsmittel zu verstehen.

2.2

Sprachwissenschaft

2.2.1

Vertrautheit mit sprachwissenschaftlichen Methoden und die Fähigkeit, sie auf mindestens 1 für den Unterricht bedeutsamen Prüfungsgebiet der heutigen englischen Sprache (z. B. Wortbildung, Syntax des Verbs) anzuwenden. Kenntnis der Hauptelemente des heutigen Sprachsystems, vor allem in den Bereichen Phonetik, Phonologie; Morphologie; Wortbildung; Syntax; Semantik, Lexikologie; Textkonstitution; Pragmatik; Stilistik und Idiomatik. Kenntnis insbesondere der für den Unterricht bedeutsamen sprachwissenschaftlichen Grundlagen

2.2.2

Kenntnis der wichtigsten strukturellen Veränderungen der englischen Sprache im Lauf ihrer Geschichte

Kenntnis der Hauptunterschiede zwischen britischen und amerikanischem Englisch

2.3

Literaturwissenschaft

2.3.1

Vertrautheit mit literaturwissenschaftlichen Methoden, Fähigkeit, literarische Texte unter Einbeziehung kultureller (ggf. medienspezifischer), sozialer und politischer Zusammenhänge zu interpretieren und die angewandten Interpretationsverfahren theoretisch zu begründen

2.3.2

Überblick über die Epochen der englischen und amerikanischen Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart aufgrund eigener Lektüre ausgewählter Werke in der Originalsprache. Vertiefte Kenntnis von mindestens 2 größeren Prüfungsgebieten verschiedener Art:

1 größerer Zeitabschnitt bzw. 1 Epoche (z. B. elisabethanische Zeit, Romantik, amerikanische Literatur der Kolonialzeit)

oder 1 literarische Hauptgattung in angemessener zeitlicher Eingrenzung (z. B. Lyrik der englischen Romantik, das zeitgenössische amerikanische Drama)

oder 1 themenorientierter Querschnitt (z. B. die Rolle der Frau in der Literatur des 19. Jahrhunderts, >ethnicity< in der Literatur der Gegenwart)

oder 1 repräsentative Auswahl aus dem Gesamtwerk eines bedeutenden Autors (z. B. Shakespeare, Dickens, Melville, T. S. Eliot, V. Woolf).

Ein Prüfungsgebiet muss aus der englischen, ein anderes aus der amerikanischen Literatur sein.

2.3.3

Darüber hinaus auf eigene Lektüre in der Originalsprache gegründete Kenntnis von mindestens 2 Werken Shakespeares sowie einer angemessenen Zahl weiterer Werke aus den wichtigsten Epochen der amerikanischen Literatur und der englischen Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Dabei muss die Literatur der Gegenwart angemessen vertreten sein. Kenntnis von Beziehungen zwischen der englischen und amerikanischen Literatur und der Literatur anderer Länder.

3

Durchführung der Prüfung

3.1

Schriftliche Prüfung mit 2 Klausuren

3.1.1

Die 1. Klausur (4-stündig) besteht ganz oder zum größten Teil aus der Übersetzung eines deutschen Textes ins Englische.

3.1.2

In der 2. Klausur (5-stündig) ist 1 literaturwissenschaftliche oder 1 sprachwissenschaftliche Aufgabe, ggf. auf der Grundlage eines Textes, zu bearbeiten, wobei Teile des Textes ins Deutsche zu übersetzen sind.

Die Klausur ist in englischer Sprache abzufassen.

Die Prüfer legen in Literatur- und Sprachwissenschaft jeweils bis zu 5 Rahmenthemen fest, aus denen die Aufgaben gestellt werden. Dabei sind sowohl die englische wie die amerikanische Literatur zu berücksichtigen. Die Rahmenthemen müssen für alle Bewerber dieselben sein. Im Einvernehmen mit dem Prüfungsamt teilen die Prüfer die Rahmenthemen den Bewerbern etwa 6 Monate vor der schriftlichen Prüfung in einer gemeinsamen Bekanntmachung mit.

Aus jedem Rahmenthema wird je 1 Aufgabe für alle Bewerber zur Wahl gestellt. 1 Aufgabe ist zu bearbeiten.

Die Aufgabe aus einem Rahmenthema, dem das Thema der Wissenschaftlichen Arbeit zuzuordnen ist, kann nicht gewählt werden.

3.2

Die mündliche Prüfung dauert etwa 60 Minuten. Zusätzlich kann eine Zeit von etwa 15 Minuten für die Einarbeitung in einen Text vorgesehen werden. Die Regelung erfolgt für alle Bewerber einer Universität einheitlich auf Vorschlag der für das Fach zuständigen Einrichtung.

Die Prüfung erstreckt sich auf die unter 2 genannten Anforderungen. Es kann Sprachwissenschaft oder Literaturwissenschaft als Hauptgebiet gewählt werden; in diesem Fall kommt dem Hauptgebiet etwa zwei Drittel der Prüfungszeit zu. Wird kein Hauptgebiet genannt, so werden Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft etwa gleich geprüft.

Auf die von den Bewerbern mit Zustimmung ihrer Prüfer gewählten Prüfungsgebiete aus 2.2.1. und 2.3.2 entfallen insgesamt etwa zwei Drittel der Prüfungszeit. Die weitere Prüfungszeit entfällt auf die anderen unter 2 genannten Anforderungen.

Gegenstand und näherer Umkreis der Wissenschaftlichen Arbeit und das Rahmenthema, dem die in der schriftlichen Prüfung bearbeitete Aufgabe entnommen wurde, bleiben außer Betracht.

Die Prüfung wird in englischer Sprache abgehalten, soweit nicht bei Gegenständen, die insgesamt nicht mehr als 10 Minuten in Anspruch nehmen dürfen, der Übergang zur deutschen Sprache angezeigt erscheint.

Evangelische Theologie

Hauptfach

1

Voraussetzungen für die Zulassung zur
Prüfung

1.1

Latinum oder Lateinkenntnisse, die den Anforderungen des Latinums entsprechen; Graecum oder Griechischkenntnisse, die den Anforderungen des Graecums entsprechen.

Soweit diese Kenntnisse nicht durch das Reifezeugnis nachgewiesen sind, soll der Nachweis zu Beginn des Studiums, spätestens aber zum Zeitpunkt der Meldung zur akademischen Zwischenprüfung erbracht werden.

1.2

Erfolgreiche Teilnahme an

1.2.1

je 1 Proseminar in den Bereichen Neues Testament und Religionspädagogik

1.2.2

je 1 Hauptseminar in den Bereichen Neues Testament und Religionspädagogik (Fachdidaktik)

1.2.3

je 1 Pro- oder Hauptseminar oder einer als solcher ausgewiesenen Überblickslehrveranstaltung in den Bereichen Altes Testament, Kirchengeschichte, Religionswissenschaft sowie Systematische Theologie oder wahlweise bei Angebot der Hochschule Diakoniewissenschaft (die Wahl von 4 Lehrveranstaltungen ist so zu treffen, dass 2 davon Hauptseminare sind)

1.2.4

den Lehrveranstaltungen im Rahmen der Pädagogischen Studien und des Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudiums gemäß § 5 Satz 3

2

Anforderungen in der Prüfung

2.1

Altes Testament

Kenntnis der Geschichte Israels in Grundzügen. Kenntnis des Inhalts des Alten Testaments (Bibelkunde). Kenntnis der exegetischen Methoden und Fähigkeit zu ihrer Anwendung am Beispiel. Fähigkeit, Schwerpunkte alttestamentlicher Theologie (aus den Hauptbereichen Pentateuch, Propheten, Psalmen, Weisheitsliteratur) zu erläutern

Prüfungsgebiet: 1 alttestamentliche Hauptschrift oder 1 zentrales Thema alttestamentlicher Theologie

2.2

Neues Testament

Kenntnis der Geschichte des Urchristentums. Kenntnis des Inhalts des Neuen Testaments (Bibelkunde). Kenntnis der exegetischen Methoden und Fähigkeit zu ihrer Anwendung am Beispiel auf der Grundlage des griechischen Textes. Fähigkeit, die Schwerpunkte neutestamentlicher Theologie (aus den Hauptbereichen Synoptikerauslegung, Paulinische Theologie, Johanneische Theologie, Geschichte des Urchristentums) zu erläutern

Prüfungsgebiet: 1 neutestamentliche Hauptschrift oder 1 zentrales Thema neutestamentlicher Theologie

2.3

Kirchengeschichte

Kenntnis der Grundzüge und Hauptprobleme der Kirchen- und Theologiegeschichte, besonders der Reformationszeit und des 20. Jahrhunderts unter Einbezug aktueller Entwicklungen. Fähigkeit, kirchengeschichtliche Quellen einzuordnen und zu interpretieren

Prüfungsgebiet: 1 Epoche (z. B. Alte Kirche, Reformationszeit oder Kirchengeschichte des 20. Jahrhunderts unter Einbezug aktueller Entwicklungen) oder 1 thematischer Längsschnitt

2.4

Systematische Theologie

Kenntnis der Grundlagen der Dogmatik und der Grundfragen der Ethik unter Einbeziehung der theologisch relevanten philosophischen Aspekte, der gesellschaftlich relevanten Bezüge oder nach Angebot der Hochschule gegebenenfalls Diakoniewissenschaft. Fähigkeit, Hauptthemen der Dogmatik und Ethik auf Fragen der heutigen Welt und Gesellschaft zu beziehen

Prüfungsgebiet: 1 dogmatisches Hauptproblem (Locus) oder 1 Thema aus dem Bereich Ethik (z. B. anhand eines dogmatischen oder ethischen Entwurfs) oder bei Angebot der Hochschule 1 Thema der Diakoniewissenschaft

2.5

Religionswissenschaft

Kenntnis von Methoden, Begriffen und Fragestellungen des Gebietes und Fähigkeit, Beziehungen des Christentums zu den Weltreligionen zu erläutern.

Prüfungsgebiet: 1 gesellschaftlich bedeutsame nichtchristliche Religion oder 1 grundlegende religionsvergleichende Fragestellung

2.6

Religionspädagogik

Kenntnis der Grundfragen und Grundlagen der Religionspädagogik und Religionsdidaktik. Fähigkeit, sie auf theoretische und praktische Probleme von Erziehung und Bildung zu beziehen.

Prüfungsgebiet: Theorien der Didaktik des Religionsunterrichts oder 1 exemplarischen Problems aus der Geschichte der Reiligionspädagogik

3

Durchführung der Prüfung

3.1

Schriftliche Prüfung mit 1 Klausur (4-stündig)

Zur Wahl stehen Altes Testament, Neues Testament, Kirchengeschichte, Systematische Theologie und Religionswissenschaft.

Die Prüfer legen aus diesen Bereichen jeweils 2 Rahmenthemen fest, deren Umfang dem eines Prüfungsgebietes aus dem jeweiligen Bereich entsprechen muss. Die Rahmenthemen müssen für alle Bewerber dieselben sein. Im Einvernehmen mit dem Prüfungsamt teilen die Prüfer die Rahmenthemen den Bewerbern etwa 6 Monate vor der schriftlichen Prüfung in einer gemeinsamen Bekanntmachung mit. Aus jedem der Rahmenthemen wird in der Regel je 1 Aufgabe für alle Bewerber zur Wahl gestellt. 1 Aufgabe ist zu bearbeiten.

Eine Aufgabe aus einem Rahmenthema, dem das Thema der Wissenschaftlichen Arbeit zuzuordnen ist, kann nicht gewählt werden.

3.2

Die mündliche Prüfung dauert etwa 60 Minuten.

Sie erstreckt sich auf 3 der unter 2.1 bis 2.5 genannten Bereiche und auf Religionspädagogik. Jeder der 4 Bereiche wird etwa 15 Minuten geprüft. Die Wahl aus 2.1 bis 2.5 ist so zu treffen, dass der in der schriftlichen Prüfung gewählte Bereich ausgeschlossen wird und dass die Bereiche Neues Testament und Systematische Theologie entweder schriftlich oder mündlich geprüft werden.

In jedem der für die mündliche Prüfung gewählten Bereiche sind jeweils in einem mit Zustimmung der Prüfer gewählten Prüfungsgebiet vertiefte Kenntnisse nachzuweisen.

Auf die von den Bewerbern gewählten Prüfungsgebiete entfallen insgesamt etwa zwei Drittel der Prüfungszeit. Die weitere Prüfungszeit entfällt auf die anderen unter 2 genannten Anforderungen.

Gegenstand und näherer Umkreis der Wissenschaftlichen Arbeit und das Rahmenthema, dem die in der schriftlichen Prüfung bearbeitete Aufgabe entnommen wurde, bleiben außer Betracht.

Informatik

Hauptfach

1

Voraussetzungen für die Zulassung zur
Prüfung

1.1

Erfolgreiche Teilnahme an

1.1.1

4 Übungen, nämlich

1 Übung zu Grundlagen der Programmierung

1 Übung zu Grundlagen der technischen Informatik

1 Übung zu Grundlagen der theoretischen Informatik sowie

1 Übung aus dem Bereich Algorithmen des Hauptstudiums

1.1.2

1 Software-Praktikum

1.1.3

1 Hauptseminar

1.1.4

1 Fortgeschrittenen-Praktikum

1.1.5

1 weiteren Hauptseminar oder 1 weiteren Fortgeschrittenen-Praktikum, falls die Wissenschaftliche Arbeit in Informatik gefertigt wird

1.1.6

1 fachdidaktische Übung

1.1.7

den Lehrveranstaltungen im Rahmen der Pädagogischen Studien und des Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudiums gemäß § 5 Satz 3

1.2

Teilnahme an 1 Lehrveranstaltung aus dem Bereich »Informatik und Gesellschaft«

2

Anforderungen in der Prüfung

2.1

Verständnis für Aufgaben, Werkzeuge, Methoden und Didaktik der Informatik, aufbauend auf der Kenntnis der Grundlagen der praktischen, theoretischen und der technischen Informatik

2.2

Vertiefte Kenntnisse in jeweils 2 Prüfungsgebieten aus 2 der unter 2.1 angeführten Bereiche

Beispiele für Prüfungsgebiete aus der praktischen Informatik sind »Datenbanken«, »Programmiersprachen« oder »Verteiltes Rechnen«; aus der theoretischen Informatik »Algorithmen und Komplexitätstheorie« oder »Programmverifikation und formale Semantik«; aus der technischen Informatik »Robotik« oder »Rechnernetze«

3

Durchführung der Prüfung

Die mündliche Prüfung dauert etwa 60 Minuten.

Sie erstreckt sich auf die unter 2 genannten Anforderungen.

Auf die von den Bewerbern mit Zustimmung der Prüfer gemäß 2.2 ausgewählten vier Prüfungsgebiete entfallen insgesamt etwa 50 Minuten. Die restliche Prüfungszeit entfällt auf die gemäß Ziffer 2.2 nicht berücksichtigten Anforderungen.

Gegenstand und näherer Umkreis des Fortgeschrittenen-Praktikums und der Wissenschaftlichen Arbeit bleiben außer Betracht.

Jüdische Religionslehre

Hauptfach

1

Voraussetzungen für die Zulassung zur
Prüfung

1.1

Hebraicum. Der Nachweis soll spätestens zum Zeitpunkt der akademischen Zwischenprüfung erbracht werden.

1.2

Erfolgreiche Teilnahme an

1.2.1

je 1 Proseminar im Bereich Bibel und jüdische Bibelauslegung und im Bereich Talmud, Codices und rabbinische Literatur

1.2.2

je 1 Hauptseminar in den Bereichen Bibel und jüdische Bibelauslegung, Talmud, Codices und rabbinische Literatur, Jüdische Philosophie und Geistesgeschichte, Geschichte des jüdischen Volkes

1.2.3

den Lehrveranstaltungen im Rahmen der Pädagogischen Studien und des Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudiums gemäß § 5 Satz 3

2

Anforderungen in der Prüfung

2.1

Bibel und jüdische Bibelauslegung

Kenntnis des biblischen Textes. Orientierung über die im Pentateuch enthaltenen theologischen, religionsgesetzlichen und liturgischen Grundlagen der jüdischen Religion. Basiswissen über die Geschichte des Volkes Israel. Grundkenntnis der modernen Pentateuchforschung und Bibelwissenschaft. Überblickswissen über die Propheten und Psalmen. Kenntnis der wichtigsten Vertreter der jüdischen Bibelauslegung seit dem frühen Mittelalter und ihrer exegetischen Methoden.

Prüfungsgebiete: Fünf Bücher Mose (Thora), 1 Hauptvertreter der jüdischen Bibelauslegung (z. B. Raschi, Ibn Esra, Mendelssohn, S. R. Hirsch), 1 zentrales biblisches Thema in der mittelalterlichen und modernen Auslegungsgeschichte.

2.2

Talmud, Codices und rabbinische Literatur

Kenntnis des Aufbaus und Inhalts der Mischna, des Wesens und der Struktur des Midraschs und der Methoden der Gemara. Überblick über die moderne Erforschung der rabbinischen Literatur. Vertrautheit mit der mittelalterlichen Talmudauslegung und den maßgeblichen religionsgesetzlichen Codices, insbesondere mit dem Schulchan Aruch.

Prüfungsgebiete: 1 Talmudtraktat, 1 zentrales Thema der halachischen oder aggadischen Literatur.

2.3

Geschichte des jüdischen Volkes

Kenntnis der Grundzüge der 3 wichtigsten Epochen der jüdischen Geschichte in der Diaspora: Antike (von der Periode des Zweiten Tempels bis zum Abschluss des Talmuds), Mittelalter (vom Abschluss des Talmuds bis zur Vertreibung der Juden aus Spanien) und Moderne (von der Emanzipation bis in die Gegenwart).

Prüfungsgebiete: 1 dieser 3 Epochen im Längsschnitt und ausgewählte Quellenschriften

2.4

Jüdische Philosophie und Geistesgeschichte

Überblickswissen über die Epochen und Klassiker der jüdischen Philosophie: Antike (Philo von Alexandrien), Mittelalter (Maimonides und Jehuda HaLevi), Neuzeit (Mendelssohn und die idealistischen Systeme), 20. Jahrhundert (Martin Buber und Franz Rosenzweig). Themenschwerpunkte wie »Der Gottesbegriff«, »Der Sinn der Gebote«, »Die Freiheit des Menschen«, »Jüdisches Geschichtsverständnis«, »Das Judentum und die anderen Religionen« anhand ausgewählter Texte.

Prüfungsgebiet: 1 Hauptwerk der jüdischen Religionsphilosophie unter Berücksichtigung eines der genannten Themenschwerpunkte.

2.5

Praktische Religionslehre

Kenntnisse in praktischer Halacha (Speisegesetze, Reinheitsgebote, Bestattungsriten usw.), Liturgie und Brauchtum (Machsor, Siddur, Minhag), Richtungen des Judentums (orthodoxe, konservative, liberale).

Prüfungsgebiet: 1 Thema aus der gegenwärtigen religiösen Praxis.

2.6

Religionspädagogik

Überblickswissen über die Geschichte des jüdischen Erziehungswesens von der Antike bis zur Gegenwart. Kenntnisse traditioneller und moderner Institutionen und Methoden des jüdischen Religionsunterrichts (z. B. Cheder, Talmud, Thora, Pilpul).

Prüfungsgebiete: Struktur 1 traditionellen und 1 modernen jüdischen Bildungsinstitution, religionskundliche Behandlung eines ethischen, geschichtlichen oder naturwissenschaftlichen Themas.

2.7

Religionsdidaktik

Auswahl und didaktische Aufbereitung biblischer Quellen (Pentateuch, Propheten, Psalmen und Fünf Rollen), ausgewählter Abschnitte aus Mischna (z. B. Sprüche der Väter) und Talmud für den Religionsunterricht. Didaktik der jüdischen Ethik und des jüdischen Religionsgesetzes (Halacha).

Prüfungsgebiete: Bibelexegese im Religionsunterricht (Pentateuch, Propheten, Psalmen oder Fünf Rollen). Didaktische Aufbereitung eines Mischna-, Talmud- oder religionsgesetzlichen Textes, z. B. Sprüche der Väter, Buch der Erziehung (Sefer ha Chinuch) oder Vorschriften zur Lebensführung (Hilchot Deot) des Maimonides.

3

Durchführung der Prüfung

3.1

Schriftliche Prüfung mit 1 Klausur (4-stündig) im Bereich Bibel und jüdische Bibelauslegung.

Die Prüfer legen 2 Rahmenthemen aus den unter 2.1 genannten Prüfungsgebieten fest. Die Rahmenthemen müssen für alle Bewerber dieselben sein. Im Einvernehmen mit dem Prüfungsamt teilen die Prüfer die Rahmenthemen den Bewerbern etwa 6 Monate vor der schriftlichen Prüfung in einer gemeinsamen Bekanntmachung mit. Aus jedem der Rahmenthemen wird in der Regel je 1 Aufgabe für alle Bewerber zur Wahl gestellt. 1 Aufgabe ist zu bearbeiten.

Eine Aufgabe aus einem Rahmenthema, dem das Thema der Wissenschaftlichen Arbeit zuzuordnen ist, kann nicht gewählt werden.

3.2

Die mündliche Prüfung dauert etwa 60 Minuten. Sie erstreckt sich auf die Bereiche Bibel und jüdische Bibelauslegung, Talmud, Codices und rabbinische Literatur, Religionspädagogik und auf einen frei zu wählenden Bereich aus den Bereichen 2.3 bis 2.5. Jeder der 4 Bereiche wird etwa 15 Minuten geprüft.

In jedem der für die mündliche Prüfung gewählten Bereiche sind jeweils in 1 mit Zustimmung der Prüfer gewählten Prüfungsgebiet vertiefte Kenntnisse nachzuweisen.

Auf die von den Bewerbern gewählten Prüfungsgebiete entfallen etwa zwei Drittel der Prüfungszeit. Die weitere Prüfungszeit entfällt auf die anderen unter 2 genannten Anforderungen.

Gegenstand und näherer Umkreis der Wissenschaftlichen Arbeit und das Rahmenthema, dem die in der schriftlichen Prüfung bearbeitete Aufgabe entnommen wurde, bleiben außer Betracht.

Katholische Theologie

Hauptfach

1

Voraussetzungen für die Zulassung zur
Prüfung

1.1

Latinum oder Lateinkenntnisse, die den Anforderungen des Latinums entsprechen; Graecum oder Griechischkenntnisse, die zur Lektüre des Neuen Testaments befähigen.

Soweit diese Kenntnisse nicht durch das Reifezeugnis nachgewiesen sind, soll der Nachweis zu Beginn des Studiums, spätestens zum Zeitpunkt der Meldung zur akademischen Zwischenprüfung erbracht werden.

Der Erwerb hebräischer Sprachkenntnisse wird empfohlen.

1.2

Erfolgreiche Teilnahme an

1.2.1

3 Proseminaren im Rahmen des theologischen Grundstudiums, darunter 1 Proseminar in Philosophie oder Religionsphilosophie oder dem Theologischen Grundkurs

1.2.2

1 Lehrveranstaltung in Einleitungswissenschaften Altes Testament und Neues Testament

1.2.3

je 1 Hauptseminar in den Bereichen

Biblische Theologie (Altes Testament oder Neues Testament)

Fundamentaltheologie oder Dogmatik oder Moraltheologie/Theologische Ethik oder Christliche Gesellschaftslehre/Sozialethik, Kirchengeschichte oder Religionspädagogik oder Pastoraltheologie oder Liturgiewissenschaft oder Kirchenrecht

Eines der 3 Hauptseminare muss interdisziplinär ausgerichtet sein.

1.2.4

1 Hauptseminar zur Didaktik des Religionsunterrichts

1.2.5

den Lehrveranstaltungen im Rahmen der Pädagogischen Studien und des Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudiums gemäß § 5 Satz 3

1.3

Teilnahme an

1.3.1

1 fächerübergreifenden Kolloquium zur Elementarisierung und Vernetzung theologischer und philosophischer Inhalte

1.3.2

1 religionspädagogischen Übung, insbesondere in Zusammenhang mit dem Praxissemester

2

Anforderungen in der Prüfung

2.1

Biblische Theologie

2.1.1

Altes Testament

Angemessene Kenntnis und Fähigkeit zu exemplarischer Darstellung des Inhalts des Alten Testaments

Exegese und Theologie des Pentateuchs, der prophetischen Bücher, der Weisheitsliteratur (insbesondere der Psalmen)

Kenntnis elementarer theologischer Themen des Alten Testaments

Prüfungsgebiet: Exegese und Theologie einer Hauptschrift des Alten Testaments oder ein zentrales Thema der Theologie des Alten Testaments

2.1.2

Neues Testament

Angemessene Kenntnis und Fähigkeit zu exemplarischer Darstellung des Inhalts des Neuen Textaments

Exegese und Theologie der Synoptischen, der Johanneischen und der Paulinischen Schriften

Kenntnis elementarer theologischer Themen des Neuen Testaments

Prüfungsgebiet: Exegese und Theologie einer Hauptschrift des Neuen Testaments oder ein zentrales Thema der Theologie des Neuen Testaments

2.2

Systematische Theologie

2.2.1

Fundamentaltheologie: Kenntnis und Darstellung von 2 zentralen Themen aus den Bereichen Gottesfrage, Religion, Offenbarung sowie eines zentralen Themas aus dem Bereich »Christentum im Dialog mit den Weltreligionen« (insbesondere mit Judentum und Islam) bzw. Kenntnis und Darstellung der großen Weltreligionen (Religionsgeschichte)

Prüfungsgebiet: 2 zentrale Themen aus der Fundamentaltheologie

2.2.2

Dogmatik: Kenntnis und Darstellung eines zentralen Themas aus den Bereichen Gotteslehre oder Christologie

Schöpfungslehre/theologische Anthropologie oder Eschatologie

Sakramentenlehre oder Ekklesiologie

Prüfungsgebiet: 2 zentrale Themen aus der Dogmatik

2.2.3

Moraltheologie/Theologische Ethik/Caritaswissenschaft: Kenntnis und Darstellung ausgewählter Grundfragen aus dem allgemeinen und dem speziellen Teil der Moraltheologie/Theologischen Ethik und der Christlichen Gesellschaftslehre/Sozialethik oder bei Angebot der Hochschule Caritaswissenschaft

Prüfungsgebiet: Je 2 zentrale Themen aus der Moraltheologie/Theologischen Ethik oder der Christlichen Gesellschaftslehre/Sozialethik

2.3

Religionspädagogik

Kenntnis und Fähigkeit zur Darstellung der Grundfragen der Religionspädagogik und der Theorie und Didaktik des Religionsunterrichts

Prüfungsgebiet: 1 Thema aus dem Bereich Religionspädagogische Grundfragen sowie 2 Themen aus dem Bereich Schulischer Religionsunterricht

2.4

Kirchengeschichte

Kenntnis und Fähigkeit zur Darstellung zentraler Themen aus der Alten Kirchengeschichte/Patrologie oder aus der Mittleren Kirchengeschichte sowie Kenntnis der Kirchengeschichte der Neuzeit und des 20. Jahrhunderts

Prüfungsgebiet: 1 zentrales Thema bzw. 1 thematischer Längsschnitt aus 1 der angegebenen Epochen

3

Durchführung der Prüfung

3.1

Schriftliche Prüfung mit 2 Klausuren

3.1.1

In der 1. Klausur (4-stündig) werden zur Biblischen Theologie je 2 Aufgaben zum Alten Testament und zum Neuen Testament nach 2.1.1 und 2.1.2 (zu gleichen Teilen je 120 Minuten) für alle Bewerber zur Wahl gestellt. Es ist jeweils 1 Aufgabe zu bearbeiten.

3.1.2

Die 2. Klausur (3-stündig) wird in Fundamentaltheologie oder Dogmatik nach 2.2.1 bzw. 2.2.2 geschrieben.

Die Prüfer legen für diese Bereiche jeweils 2 Rahmenthemen fest. Die Rahmenthemen müssen für alle Bewerber dieselben sein. Im Einvernehmen mit dem Prüfungsamt teilen die Prüfer die Rahmenthemen den Bewerbern etwa 6 Monate vor der schriftlichen Prüfung in einer gemeinsamen Bekanntmachung mit.

Aus jedem Rahmenthema werden je 2 Aufgaben für alle Bewerber zur Wahl gestellt. Es ist jeweils 1 Aufgabe zu bearbeiten.

Eine Aufgabe aus einem Rahmenthema, dem das Thema der Wissenschaftlichen Arbeit zuzuordnen ist, kann nicht gewählt werden.

3.2

Die mündliche Prüfung dauert etwa 60 Minuten.

Sie erstreckt sich auf die Bereiche 2.2.1, 2.2.2, 2.2.3, 2.3 und 2.4, wobei von den Bereichen Fundamentaltheologie bzw. Dogmatik nur der Bereich geprüft wird, der in der schriftlichen Prüfung nicht gewählt wurde.

Die Dauer der Prüfung beträgt je Prüfungsbereich etwa 15 Minuten.

Die Prüfung beginnt mit den von den Bewerbern mit Zustimmung ihrer Prüfer gewählten Prüfungsgebieten, beschränkt sich jedoch nicht auf diese. Die Prüfung ist so zu gestalten, dass auch weitere unter 2 genannte Anforderungen in größeren Zusammenhängen thematisiert werden.

Gegenstand und näherer Umkreis der Wissenschaftlichen Arbeit und das Rahmenthema, dem die in der schriftlichen Prüfung bearbeitete Aufgabe entnommen wurde, bleiben außer Betracht.

Mathematik

Hauptfach

1

Voraussetzungen für die Zulassung zur
Prüfung

Erfolgreiche Teilnahme an

1.1

5 Übungen, wobei mindestens 1 dieser Übungen mit Arbeit am Computer verbunden sein muss (z. B. Einsatz eines Computer-Algebra-Systems oder Simulationsprogramms), davon

1.1.1

mindestens 1 Übung aus dem Hauptstudium aus den nach 2.1 zu wählenden Teilbereichen

1.1.2

1 Übung zur Stochastik

1.1.3

1 Übung zur Numerischen Mathematik

1.2

1 fachdidaktischen Übung (z. B. Schulgeometrie)

1.3

1 Proseminar

1.4

1 Hauptseminar

1.5

den Lehrveranstaltungen im Rahmen der Pädagogischen Studien und des Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudiums gemäß § 5 Satz 3

1.6

Wird die Wissenschaftliche Arbeit in Mathematik gefertigt, ist die erfolgreiche Teilnahme an einem weiteren Hauptseminar erforderlich. Ein Leistungsnachweis nach 1.1.1 kann dann entfallen.

2

Anforderungen in der Prüfung

2.1

Verständnis für Probleme und Methoden aus 3 der folgenden Teilbereiche (1) bis (6) der Mathematik, aufbauend auf der Kenntnis der Grundbegriffe aus Analysis, Linearer Algebra, Algebra und allgemeiner Topologie:

(1)

Analysis

(2)

Geometrie

(3)

Algebra oder Zahlentheorie

(4)

Angewandte oder Numerische Mathematik oder Informatik

(5)

Stochastik

(6)

Grundlagen der Mathematik oder mathematische Logik

jeweils unter Einbezug mathematik-geschichtlicher Aspekte.

Unter den 3 aus (1) bis (6) gewählten Teilbereichen muss mindestens 1 der Teilbereiche (1) bis (3) vertreten sein.

Topologie zählt wahlweise entweder zum Teilbereich (1) oder (2) oder (3).

2.2

Vertiefte Kenntnisse in 1 Vertiefungsgebiet, das mit Zustimmung der Prüfer gewählt wurde.

3

Durchführung der Prüfung

Die mündliche Prüfung dauert etwa 60 Minuten.

Sie erstreckt sich auf die unter 2 genannten Anforderungen.

Die Bewerber wählen aus den 3 nach 2.1 bestimmten Teilbereichen mit Zustimmung der Prüfer 4 Prüfungsgebiete aus, darunter das Vertiefungsgebiet. Jedes der Prüfungsgebiete wird etwa 15 Minuten geprüft.

Gegenstand und näherer Umkreis der Wissenschaftlichen Arbeit bleiben außer Betracht.

Philosophie/Ethik

Die Lehrveranstaltungen im Fach Philosophie/Ethik werden angeboten von universitären Einrichtungen, die im Bereich Philosophie und Ethik forschen und lehren, z. B. den philosophischen und theologischen Fakultäten

Hauptfach

1

Voraussetzungen für die Zulassung zur
Prüfung

1.1

Latinum oder Lateinkenntnisse, die den Anforderungen des Latinums entsprechen, oder Graecum oder Griechischkenntnisse, die den Anforderungen des Graecums entsprechen.

Soweit diese Kenntnisse nicht durch das Reifezeugnis nachgewiesen sind, soll der Nachweis zu Beginn des Studiums, spätestens zum Zeitpunkt der akademischen Zwischenprüfung erbracht werden.

1.2

Erfolgreiche Teilnahme an

1.2.1

2 Proseminaren, davon 1 in Logik/Logischer Propädeutik, einschließlich deontischer Logik, und 1 in theoretischer oder in praktischer Philosophie

1.2.2

3 Hauptseminaren aus den Bereichen der grundlegenden Werke und der systematischen Gebiete, von denen 1 der theoretischen Philosophie zugehört und 2 der praktischen Philosophie, davon 1 Hauptseminar aus dem Bereich der Angewandten Ethik

1.2.3

1 weiteren Hauptseminar zu den Hauptlehrern des Christentums sowie an 2 weiteren Proseminaren, Hauptseminaren oder Übungen aus den folgenden Bereichen: Weltreligionen, Religionsphilosophie, Religionsgeschichte, moralische Sozialisation, Sozialwissenschaften, Interdisziplinarität der Wissenschaften. Die Wahl der Proseminare, Hauptseminare und Übungen ist so zu treffen, dass Antike und Mittelalter berücksichtigt sind.

1.2.4

1 fachdidaktischen Lehrveranstaltung

1.2.5

den Lehrveranstaltungen im Rahmen der Pädagogischen Studien und des Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudiums gemäß § 5 Satz 3

2

Anforderungen in der Prüfung

2.1

Überblick über die Grundprobleme und die Geschichte der Philosophie, einschließlich der Ethik, bis zur Gegenwart

2.2

Vertrautheit mit 4 grundlegenden Werken der Philosophie, von denen 2 der theoretischen und 2 der praktischen Philosophie, insbesondere der Ethik, zugehören (z. B. Platon: Politeia, Aristoteles: Nikomachische Ethik, Augustinus: Confessiones, Thomas von Aquin: Summa Theologica (Artikel zu Ethik, Recht, dem Verhältnis von Glauben und Wissen, der Lehre von Gott, einschließlich der Gottesbeweise), Descartes: Meditationes, Hobbes: Leviathan, Hume: Enquiries, Kant: Kritik der reinen Vernunft, Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Hegel: Phänomenologie des Geistes, Heidegger: Sein und Zeit, Rawls: Theorie der Gerechtigkeit)

Bei den grundlegenden Werken müssen verschiedene philosophische Richtungen berücksichtigt werden. 2 Werke müssen dem gegenwärtigen Philosophieren und

2 einer älteren Epoche oder älteren Epochen der Philosophie zugehören. Die Vertrautheit mit der Stellung dieser Werke im Gesamtwerk der Autoren wird erwartet.

Bei einem der unter 2.2 gewählten Werke ist der historische oder der systematische Problemzusammenhang aufzuzeigen (Vertiefungsgebiet).

2.3

Kenntnis wichtiger Probleme und Problemlösungsversuche auf den Gebieten der theoretischen Philosophie und der praktischen Philosophie, insbesondere der Ethik. Vertiefte Kenntnis je 1 Prüfungsgebietes aus der theoretischen und praktischen Philosophie (z. B. Skeptizismus, Wahrheitstheorien, Kausalität, Freiheitstheorien, ein Teilgebiet der Angewandten Ethik, Utilitarismus, Rechts- und Staatsbegründung)

Insgesamt werden 4 Prüfungsgebiete verlangt.

2.4

Überblick über die Grundanschauungen der Weltreligionen, insbesondere des Christentums. Kenntnis religiöser Strömungen der Gegenwart, Kenntnisse aus dem Gebiet der Religionsphilosophie. Kenntnisse über die interdisziplinäre Verflochtenheit von Philosophie, Logik und Mathematik, Natur-, Geistes-, Sozial- und Religionswissenschaft. Kenntnisse aus dem Bereich der Moralischen Sozialisation und der Sozialwissenschaften (einschließlich Rechts- und Politikwissenschaften)

3

Durchführung der Prüfung

3.1

Schriftliche Prüfung mit 1 Klausur (4-stündig)

Die Prüfer legen 2 Rahmenthemen aus dem systematischen und 2 aus dem historischen Bereich des Faches fest, aus denen die Aufgaben gestellt werden. Jeweils 1 Aufgabe muss 1 Textinterpretation sein. Die Rahmenthemen müssen für alle Bewerber dieselben sein. Sie müssen sowohl im historischen als auch im systematischen Teil einen angemessenen Umfang haben (z. B. Platons Frühdialoge; Begründung moralischer Normen).

Im Einvernehmen mit dem Prüfungsamt teilen die Prüfer die Rahmenthemen den Bewerbern etwa 6 Monate vor der schriftlichen Prüfung in einer gemeinsamen Bekanntmachung mit.

Aus jedem Rahmenthema wird in der Regel je 1 Aufgabe für alle Bewerber zur Wahl gestellt. 1 Aufgabe ist zu bearbeiten.

Eine Aufgabe aus einem Rahmenthema, dem das Thema der Wissenschaftlichen Arbeit zuzuordnen ist, kann nicht gewählt werden.

3.2

Die mündliche Prüfung dauert etwa 70 Minuten.

Sie erstreckt sich auf die unter 2 genannten Anforderungen.

Auf die von den Bewerbern mit Zustimmung ihrer Prüfer gewählten 4 Prüfungsgebiete aus 2.2 und 2.3 entfallen insgesamt etwa zwei Drittel der Prüfungszeit. Die weitere Prüfungszeit entfällt auf die anderen unter 2 genannten Anforderungen.

Gegenstand und näherer Umkreis der Wissenschaftlichen Arbeit und das Rahmenthema, dem die in der schriftlichen Prüfung bearbeitete Aufgabe entnommen wurde, bleiben außer Betracht.

Politikwissenschaft

Hauptfach

1

Voraussetzungen für die Zulassung zur
Prüfung

1.1

Erfolgreiche Teilnahme an

1.1.1

1 Proseminar aus dem unter 2.3 genannten Bereich

1.1.2

1 Proseminar aus den unter 2.4 und 2.5 genannten Bereichen

1.1.3

1 Lehrveranstaltung des Grundstudiums aus dem unter 2.6 genannten Bereich

1.1.4

je 1 Hauptseminar aus den unter 2.3, 2.4, 2.5 und 2.6 genannten Bereichen

1.1.5

1 fachdidaktischen Lehrveranstaltung

1.1.6

den Lehrveranstaltungen im Rahmen der Pädagogischen Studien und des Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudiums gemäß § 5 Satz 3.

1.2

Teilnahme an je 1 Lehrveranstaltung in

Soziologie

Öffentliches Recht

Neuere Geschichte oder Zeitgeschichte

2

Anforderungen in der Prüfung

2.1

Vertrautheit mit den Methoden und Hilfsmitteln der Politikwissenschaft. Fähigkeit, prinzipielle und aktuelle Probleme der Politik wissenschaftlich zu analysieren und kritisch zu beurteilen, wobei vor allem die deutschen Verhältnisse und ihre internationalen Bezüge zu berücksichtigen sind.

2.2

Grundkenntnisse in

Soziologie:

Theorien der gesellschaftlichen Entwicklung und des sozialen Wandels

Gesellschaftsanalyse und Gesellschaftsstruktur der Bundesrepublik Deutschland; Grundprobleme der politischen Soziologie

Sozialwissenschaftliche Methodenlehre:

wissenschaftstheoretische Grundlagen der Sozialwissenschaft, Forschungsmethoden und -techniken

Rechtswissenschaft:

Grundfragen des Rechts, Grundbegriffe von öffentlichem Recht und Privatrecht

Geschichtswissenschaft:

Historische Prozesse und Strukturprobleme, die besonders zum Verständnis moderner Politik beitragen (z. B. Verfassungsgeschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Parteiengeschichte)

2.3

Vertiefte Kenntnis politischer Systemtypen, ihrer geschichtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Grundlagen, ihrer Theorie und Legitimation

Prüfungsgebiete:

Das politische System der Bundesrepublik Deutschland unter Berücksichtigung der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten und das politische System 1 anderen Staates (insbesondere USA, Russland, VR China, Japan) oder 1 Sachproblem im internationalen Vergleich

Diese Themen umfassen die Organisationsstruktur politischer Systeme (besonders ihrer Rechts- und Verfassungsordnung), den Politikzyklus (politische Willensbildungs-, Entscheidungs- und Implementierungsprozesse), einzelne Politikfelder und politische Kulturen.

2.4

Vertiefte Kenntnisse aus dem Bereich der Internationalen Politik unter Berücksichtigung der Rolle der Bundesrepublik Deutschland in den internationalen Beziehungen

Prüfungsgebiete:

Die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland und ihre internationalen Verflechtungen sowie Theorien der Internationalen Politik und ihre Anwendung auf 1 bedeutende internationale Organisation (z. B. UNO, NATO, OSZE, IWF/Weltbank/WTO)

oder internationale Beziehungen eines Landes

oder 1 Ordnungsproblem der internationalen Politik

oder einen weltpolitischen Konflikt und dessen Regulierung

2.5

Vertiefte Kenntnisse aus dem Bereich der modernen Politischen Theorie und der Geschichte der politischen Ideen

Prüfungsgebiet:

Ein Klassiker der politischen Theorie oder ein Problem der politischen Theorie

2.6

Vertiefte Kenntnisse aus dem Bereich der Politischen Wirtschaftslehre/Volkswirtschaftslehre

Prüfungsgebiet:

Grundfragen der Wirtschaftstheorie und der allgemeinen Wirtschafts- und Sozialpolitik

2.7

Die Fähigkeit zum Gebrauch der wichtigen wissenschaftlichen Hilfsmittel einschließlich der elektronischen Medien sowie des Internet wird vorausgesetzt.

3

Durchführung der Prüfung

3.1

Schriftliche Prüfung mit 1 Klausur (4-stündig)

Die Prüfer legen aus den unter 2.3 bis 2.5 genannten Prüfungsgebieten je 1 Rahmenthema fest.

Die Rahmenthemen müssen für alle Bewerber dieselben sein. Im Einvernehmen mit dem Prüfungsamt teilen die Prüfer die Rahmenthemen den Bewerbern etwa 6 Monate vor der schriftlichen Prüfung in einer gemeinsamen Bekanntmachung mit. Aus jedem Rahmenthema wird in der Regel je 1 Aufgabe für alle Bewerber zur Wahl gestellt. 1 Aufgabe ist zu bearbeiten.

Eine Aufgabe aus einem Rahmenthema, dem das Thema der Wissenschaftlichen Arbeit zuzuordnen ist, kann nicht gewählt werden.

3.2

Die mündliche Prüfung dauert etwa 60 Minuten.

Sie erstreckt sich auf die unter 2 genannten Anforderungen.

Auf die von den Bewerbern mit Zustimmung ihrer Prüfer gewählten 5 Prüfungsgebiete entfallen insgesamt etwa fünf Sechstel der Prüfungszeit. Diese umfassen mindestens je 1 Prüfungsgebiet aus 2.3 bis 2.6. Das 5. Prüfungsgebiet muss aus 2.3 oder 2.4 sein. Die weitere Prüfungszeit entfällt auf die anderen unter 2 genannten Anforderungen.

Gegenstand und näherer Umkreis der Wissenschaftlichen Arbeit und das Rahmenthema, dem die in der schriftlichen Prüfung bearbeitete Aufgabe entnommen wurde, bleiben außer Betracht.

Spanisch

Hauptfach

1

Voraussetzungen für die Zulassung zur
Prüfung

1.1

Latinum

Soweit diese Kenntnisse nicht durch das Reifezeugnis nachgewiesen sind, soll der Nachweis zu Beginn des Studiums, spätestens zum Zeitpunkt der Meldung zur akademischen Zwischenprüfung erbracht werden.

1.2

Erfolgreiche Teilnahme an

1.2.1

sprachpraktischen Übungen im Grundstudium im Umfang von 6 Semesterwochenstunden zum Erwerb des Sprachenscheins I (Anrechnungen nach § 8 Abs. 3)

1.2.2

sprachpraktischen Übungen im Hauptstudium im Umfang von 6 Semesterwochenstunden zum Erwerb des Sprachenscheins II (Anrechnungen nach § 8 Abs. 3)

1.2.3

2 sprachwissenschaftlichen und 2 literaturwissenschaftlichen Proseminaren

1.2.4

1 sprachwissenschaftlichen und 1 literaturwissenschaftlichen Hauptseminaren

1.2.5

2 landeskundlichen Lehrveranstaltungen aus 2 verschiedenen Gebieten (Anrechnungen nach § 8 Abs. 3)

1.2.6

1 fachdidaktischen Lehrveranstaltung

1.2.7

den Lehrveranstaltungen im Rahmen der Pädagogischen Studien und des Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudiums gemäß § 5 Satz 3

1.3

Ein mindestens dreimonatiger, zusammenhängender Aufenthalt im spanischen Sprachgebiet wird erwartet.

2

Anforderungen in der Prüfung

2.1

Sprachbeherrschung

Sicherheit im mündlichen und schriftlichen Gebrauch der spanischen Sprache: Sicherheit in Lautbildung, Intonation und Betonung; umfangreicher aktiver Wortschatz. Sicherheit in Grammatik, Stilistik (Sprachebenen) und Idiomatik. Fähigkeit, auch schwierige Texte ohne Hilfsmittel zu verstehen

2.2

Sprachwissenschaft

2.2.1

Vertrautheit mit sprachwissenschaftlichen Methoden und Fähigkeit, sie auf mindestens 1 für den Unterricht bedeutsamen Prüfungsgebiet der heutigen spanischen Sprache (z. B. Wortbildung, Syntax des Verbs) anzuwenden. Kenntnis der Hauptelemente des heutigen Sprachsystems, vor allem in den Bereichen Phonetik, Phonologie und Orthographie; Morphologie; Wortbildung; Syntax; Semantik, Lexikologie; Textkonstitution; Pragmatik; Stilistik und Idiomatik; Varietäten des Spanischen. Kenntnis insbesondere der für den Unterricht bedeutsamen sprachwissenschaftlichen Grundlagen

2.2.2

Kenntnis der wichtigsten Veränderungen der spanischen Sprache im Laufe ihrer Geschichte. Kenntnis der Hauptunterschiede zwischen dem europäischen und dem amerikanischen Spanisch. Kenntnis der Zusammenhänge des Spanischen mit mindestens 1 weiteren romanischen Sprache und mit dem Lateinischen

2.3

Literaturwissenschaft

2.3.1

Vertrautheit mit literaturwissenschaftlichen Methoden. Fähigkeit, literarische Texte unter Einbeziehung kultureller (ggf. medienspezifischer), sozialer und politischer Zusammenhänge zu interpretieren und die angewandten Interpretationsverfahren theoretisch zu begründen

2.3.2

Überblick über die Epochen der spanischen Literatur von der Renaissance bis zur Gegenwart aufgrund eigener Lektüre ausgewählter Werke in der Originalsprache. Vertiefte Kenntnis mindestens 2 größerer Prüfungsgebiete verschiedener Art:

1 größerer Zeitabschnitt bzw. Epoche (z. B. Renaissance, Barock, Aufklärung, Romantik, Realismus, Modernismus, die Zeit nach dem Bürgerkrieg bis zur Gegenwart)

oder 1 literarische Hauptgattung in angemessener zeitlicher Eingrenzung (z. B. Lyrik der Romantik, das zeitgenössische Drama)

oder 1 themenorientierter Querschnitt (z. B. autobiographische Texte, Stadtroman, Chronik-Literatur der Eroberungszeit, Indigenismo)

oder 1 repräsentative Auswahl aus dem Gesamtwerk eines bedeutenden Autors (z. B. Cervantes, Pérez Galdós, García Lorca, García Márquez, Borges, Neruda, Martín Gaite)

1 der Prüfungsgebiete muss aus der spanischen, 1 anderes aus der lateinamerikanischen Literatur sein.

2.3.3

Darüber hinaus auf eigene Lektüre in der Originalsprache gegründete Kenntnis weiterer Werke aus den wichtigsten Epochen der spanischen und der lateinamerikanischen Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart, soweit diese nicht in den gewählten Prüfungsgebieten berücksichtigt sind. Dabei muss die Literatur der Gegenwart angemessen vertreten sein. Kenntnis von Beziehungen zwischen der spanischen und der lateinamerikanischen Literatur und der Literatur anderer Länder.

2.3.4

Bei den Prüfungsgebieten gemäß 2.3.2 und den weiteren Werken gemäß 2.3.3 ist darauf zu achten, dass insgesamt sowohl die Literatur Spaniens als auch Lateinamerikas angemessen vertreten ist.

3

Durchführung der Prüfung

3.1

Schriftliche Prüfung mit 2 Klausuren

3.1.1

Die 1. Klausur (4-stündig) besteht ganz oder zum größten Teil aus der Übersetzung eines deutschen Textes ins Spanische.

3.1.2

In der 2. Klausur (5-stündig) ist 1 literatur- oder sprachwissenschaftliche Aufgabe, ggf. auf der Grundlage eines Textes, zu bearbeiten, wobei Teile des Textes ins Deutsche zu übersetzen sind.

Die Klausur ist in spanischer Sprache abzufassen.

Die Prüfer legen in Literatur- und Sprachwissenschaft jeweils bis zu 5 Rahmenthemen fest, aus denen die Aufgaben gestellt werden. Die Rahmenthemen müssen für alle Bewerber dieselben sein. Im Einvernehmen mit dem Prüfungsamt teilen die Prüfer die Rahmenthemen den Bewerbern etwa 6 Monate vor der schriftlichen Prüfung in einer gemeinsamen Bekanntmachung mit.

Aus jedem Rahmenthema wird je 1 Aufgabe für alle Bewerber zur Wahl gestellt. 1 Aufgabe ist zu bearbeiten.

Die Aufgabe aus einem Rahmenthema, dem das Thema der Wissenschaftlichen Arbeit zu zuzuordnen ist, kann nicht gewählt werden.

3.2

Die mündliche Prüfung dauert etwa 60 Minuten. Zusätzlich kann eine Zeit von etwa 15 Minuten für die Einarbeitung in einen Text vorgesehen werden. Die Regelung erfolgt für alle Bewerber einer Universität einheitlich auf Vorschlag der für das Fach zuständigen Einrichtung.

Die Prüfung erstreckt sich auf die unter 2 genannten Anforderungen. Es kann Sprachwissenschaft oder Literaturwissenschaft als Hauptgebiet gewählt werden; in diesem Fall kommen dem Hauptgebiet etwa zwei Drittel der Prüfungszeit zu. Wird kein Hauptgebiet genannt, so werden Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft etwa gleich lang geprüft.

Auf die von den Bewerbern mit Zustimmung ihrer Prüfer gewählten Prüfungsgebiete aus 2.2.1 und 2.3.2 entfallen insgesamt etwa zwei Drittel der Prüfungszeit. Die weitere Prüfungszeit entfällt auf die anderen unter 2 genannten Anforderungen.

Gegenstand und näherer Umkreis der Wissenschaftlichen Arbeit und das Rahmenthema, dem die in der schriftlichen Prüfung bearbeitete Aufgabe entnommen wurde, bleiben außer Betracht.

Die Prüfung wird in spanischer Sprache abgehalten, soweit nicht bei Gegenständen, die insgesamt nicht mehr als 10 Minuten in Anspruch nehmen dürfen, der Übergang zur deutschen Sprache angezeigt erscheint.

Sport

Hauptfach

1

Voraussetzungen für die Zulassung zur
Prüfung

1.1

Nachweis über das Bestehen der praktisch-methodischen Prüfung nach Anlage D der Wissenschaftlichen Prüfungsordnung (vgl. § 5 Satz 3).

1.2

Erfolgreiche Teilnahme an

1.2.1

1 Veranstaltung zur Einführung in sportwissenschaftliche Arbeitsmethoden

1.2.2

sportmedizinischen Veranstaltungen im Umfang von mindestens 2 Semesterwochenstunden

1.2.3

3 Proseminaren, darunter 1 über Grundfragen der Sportpädagogik

1.2.4

2 Hauptseminaren oder 1 Hauptseminar und 1 Projektseminar aus verschiedenen Teilgebieten der Sportwissenschaft gemäß 2.1 oder 2.2 sowie 2.3 bis 2.5

1.2.5

den Lehrveranstaltungen im Rahmen der Pädagogischen Studien und des Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudiums gemäß § 5 Satz 3

1.3

Teilnahme an

1.3.1

1 weiteren Hauptseminar, sofern unter 1.2.4 kein Projektseminar gewählt wurde

1.3.2

Vorlesungen zu den Teilgebieten der Sportwissenschaft gemäß 2.1 und 2.2 im Umfang von mindestens 6 Semesterwochenstunden

1.3.3

Vorlesungen zu Teilgebieten der Sportmedizin gemäß 2.3, 2.4 und 2.5 im Umfang von mindestens 6 Semesterwochenstunden

1.3.4

1 Übung in außerunterrichtlichen Sportaktivitäten im Sinne einer »Sport- und bewegungsfreundlichen Schule«

1.3.5

1 mindestens sechstägigen Exkursion

1.3.6

Übungen im Wahlbereich im Umfang von mindestens 6 Semesterwochenstunden, davon 4 gemäß Anlage D 4.1.3 der Wissenschaftlichen Prüfungsordnung (vgl. § 5 Satz 3).

1.3.7

1 Übung »Schulung der konditionellen Fähigkeiten«

1.3.8

1 Übung »Schulung der koordinativen Fähigkeiten«

1.3.9

1 Übung »Integrative Sportspielvermittlung«

1.4

Im Rahmen der Ausbildung ist ein Vereinspraktikum zu absolvieren.

2

Anforderungen in der Prüfung

2.1

Kenntnis der pädagogischen und psychologischen Grundfragen des Sports und seiner didaktischen Probleme, insbesondere der Ziele und Inhalte des Schulsports und seiner Methodik unter Berücksichtigung von Lernen, Motivation, Entwicklung und Gruppe

2.2

Kenntnis der historischen Entwicklung und sozialwissenschaftlichen Grundfragen von Sport und Schulsport

2.3

Kenntnis der Biomechanik und der Bewegungslehre unter besonderer Berücksichtigung der biomechanischen und funktionalen Bewegungsanalysen, der motorischen Fähigkeiten sowie der motorischen Entwicklung und des motorischen Lernens

2.4

Kenntnisse in Trainingslehre unter besonderer Berücksichtigung der verschiedenen Alters- und Leistungsstufen

2.5

Kenntnisse in Sportmedizin, insbesondere der funktionellen Anatomie, Sportphysiologie, Traumatologie/Orthopädie, Prävention und Rehabilitation durch Sport

3

Durchführung der Prüfung

3.1

Schriftliche Prüfung mit 1 Klausur (4-stündig)

Es werden 4 Aufgaben aus verschiedenen der unter 2.1 bis 2.5 genannten Bereiche zur Wahl gestellt. Alle Bewerber erhalten dieselben Aufgaben. Es muss 1 Aufgabe bearbeitet werden.

Eine Aufgabe aus dem Bereich, dem das Thema der Wissenschaftlichen Arbeit zuzuordnen ist, kann nicht gewählt werden.

3.2

Die mündliche Prüfung dauert etwa 60 Minuten.

Sie erstreckt sich auf die unter 2 genannten Anforderungen.

Auf den Bereich der Sportmedizin entfallen etwa 15 Minuten der Prüfungszeit.

Aus den Bereichen 2.1 bis 2.4 wählen die Bewerber mit Zustimmung ihrer Prüfer je 1 Prüfungsgebiet.

Auf die von den Bewerbern gewählten Prüfungsgebiete aus 2.1 bis 2.4 entfallen insgesamt etwa 30 Minuten. Dabei wird jedes Prüfungsgebiet etwa gleich lang geprüft. Die weitere Prüfungszeit entfällt auf die anderen unter 2.1 bis 2.4 genannten Anforderungen. Gegenstand und näherer Umkreis der Wissenschaftlichen Arbeit und der in der schriftlichen Prüfung gewählten Aufgabe bleiben außer Betracht.


 


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