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Amtliche Abkürzung:GmbHG
Fassung vom:23.10.2008 Fassungen
Gültig ab:01.11.2008
Gültig bis:31.07.2022
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 4123-1
Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung
 
§ 58d Gewinnausschüttung
(1) Gewinn darf vor Ablauf des fünften nach der Beschlußfassung über die Kapitalherabsetzung beginnenden Geschäftsjahrs nur ausgeschüttet werden, wenn die Kapital- und Gewinnrücklagen zusammen zehn vom Hundert des Stammkapitals erreichen. Als Stammkapital gilt dabei der Nennbetrag, der sich durch die Herabsetzung ergibt, mindestens aber der nach § 5 Abs. 1 zulässige Mindestnennbetrag.
(2) Die Zahlung eines Gewinnanteils von mehr als vier vom Hundert ist erst für ein Geschäftsjahr zulässig, das später als zwei Jahre nach der Beschlußfassung über die Kapitalherabsetzung beginnt. Dies gilt nicht, wenn die Gläubiger, deren Forderungen vor der Bekanntmachung der Eintragung des Beschlusses begründet worden waren, befriedigt oder sichergestellt sind, soweit sie sich binnen sechs Monaten nach der Bekanntmachung des Jahresabschlusses, auf Grund dessen die Gewinnverteilung beschlossen ist, zu diesem Zweck gemeldet haben. Einer Sicherstellung der Gläubiger bedarf es nicht, die im Fall des Insolvenzverfahrens ein Recht auf vorzugsweise Befriedigung aus einer Deckungsmasse haben, die nach gesetzlicher Vorschrift zu ihrem Schutz errichtet und staatlich überwacht ist. Die Gläubiger sind in der Bekanntmachung nach § 325 Abs. 2 des Handelsgesetzbuchs auf die Befriedigung oder Sicherstellung hinzuweisen.

Fußnoten ausblendenFußnoten

§§ 58a bis 58f: Eingef. durch Art. 4 Nr. 3 G v. 28.10.1994 I 3210 mWv 1.1.1995
§ 58d Überschrift: Eingef. durch Art. 1 Nr. 51 G v. 23.10.2008 I 2026 mWv 1.11.2008
§ 58d Abs. 2 Satz 4: IdF d. Art. 10 Nr. 8 G v. 10.11.2006 I 2553 mWv 1.1.2007

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