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juris-Abkürzung:PartG
Fassung vom:10.07.2018 Fassungen
Gültig ab:14.07.2018
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 112-1
Gesetz über die politischen Parteien
Parteiengesetz
§ 18 Grundsätze und Umfang der staatlichen Finanzierung
(1) Die Parteien erhalten Mittel als Teilfinanzierung der allgemein ihnen nach dem Grundgesetz obliegenden Tätigkeit. Maßstäbe für die Verteilung der staatlichen Mittel bilden der Erfolg, den eine Partei bei den Wählern bei Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen erzielt, die Summe ihrer Mitglieds- und Mandatsträgerbeiträge sowie der Umfang der von ihr eingeworbenen Spenden.
(2) Das jährliche Gesamtvolumen staatlicher Mittel, das allen Parteien höchstens ausgezahlt werden darf, beträgt für die im Jahr 2019 vorzunehmende Festsetzung 190 Millionen Euro (absolute Obergrenze). Die absolute Obergrenze erhöht sich jährlich um den Prozentsatz, abgerundet auf ein Zehntel Prozent, um den sich der Preisindex der für eine Partei typischen Ausgaben im dem Anspruchsjahr vorangegangenen Jahr erhöht hat. Grundlage des Preisindexes ist zu einem Wägungsanteil von 70 Prozent der allgemeine Verbraucherpreisindex und von 30 Prozent der Index der tariflichen Monatsgehälter der Arbeiter und Angestellten bei Gebietskörperschaften. Der Präsident des Statistischen Bundesamtes legt dem Deutschen Bundestag hierzu bis spätestens 30. April jedes Jahres einen Bericht über die Entwicklung des Preisindexes bezogen auf das vorangegangene Jahr vor. Der Bundestagspräsident veröffentlicht bis spätestens 31. Mai jedes Jahres die sich aus der Steigerung ergebende Summe der absoluten Obergrenze, abgerundet auf volle Eurobeträge, als Bundestagsdrucksache.
(3) Die Parteien erhalten jährlich im Rahmen der staatlichen Teilfinanzierung
1.
0,83 Euro für jede für ihre jeweilige Liste abgegebene gültige Stimme oder
2.
0,83 Euro für jede für sie in einem Wahl- oder Stimmkreis abgegebene gültige Stimme, wenn in einem Land eine Liste für diese Partei nicht zugelassen war, und
3.
0,45 Euro für jeden Euro, den sie als Zuwendung (eingezahlter Mitglieds- oder Mandatsträgerbeitrag oder rechtmäßig erlangte Spende) erhalten haben; dabei werden nur Zuwendungen bis zu 3 300 Euro je natürliche Person berücksichtigt.
Die Parteien erhalten abweichend von den Nummern 1 und 2 für die von ihnen jeweils erzielten bis zu vier Millionen gültigen Stimmen 1 Euro je Stimme. Die in Satz 1 Nummer 1 und 2 sowie in Satz 2 genannten Beträge erhöhen sich ab dem Jahr 2017 entsprechend Absatz 2 Satz 2 bis 5.
(4) Anspruch auf staatliche Mittel gemäß Absatz 3 Nr. 1 und 3 haben Parteien, die nach dem endgültigen Wahlergebnis der jeweils letzten Europa- oder Bundestagswahl mindestens 0,5 vom Hundert oder einer Landtagswahl 1,0 vom Hundert der für die Listen abgegebenen gültigen Stimmen erreicht haben; für Zahlungen nach Absatz 3 Satz 1 Nr. 1 und Satz 2 muss die Partei diese Voraussetzungen bei der jeweiligen Wahl erfüllen. Anspruch auf die staatlichen Mittel gemäß Absatz 3 Nr. 2 haben Parteien, die nach dem endgültigen Wahlergebnis 10 vom Hundert der in einem Wahl- oder Stimmkreis abgegebenen gültigen Stimmen erreicht haben. Die Sätze 1 und 2 gelten nicht für Parteien nationaler Minderheiten.
(5) Die Höhe der staatlichen Teilfinanzierung darf bei einer Partei die Summe der Einnahmen nach § 24 Abs. 4 Nr. 1 bis 7 nicht überschreiten (relative Obergrenze). Die Summe der Finanzierung aller Parteien darf die absolute Obergrenze nicht überschreiten.
(6) Der Bundespräsident kann eine Kommission unabhängiger Sachverständiger zu Fragen der Parteienfinanzierung berufen.
(7) Löst sich eine Partei auf oder wird sie verboten, scheidet sie ab dem Zeitpunkt der Auflösung aus der staatlichen Teilfinanzierung aus. Gleiches gilt bei einer Feststellung des Bundesverfassungsgerichts nach § 46a des Bundesverfassungsgerichtsgesetzes ab dem Zeitpunkt der Entscheidung.

Fußnoten ausblendenFußnoten

§ 18: IdF d. Art. 1 Nr. 1 G v. 28.6.2002 I 2268 mWv 1.7.2002
§ 18 Abs. 1 Satz 2: IdF d. Art. 2 Nr. 1 Buchst. a G v. 22.12.2004 I 3673 mWv 29.12.2004
§ 18 Abs. 2: IdF d. Art. 1 Nr. 1 Buchst. a G v. 23.8.2011 I 1748 mWv 27.8.2011
§ 18 Abs. 2 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 1 G v. 10.7.2018 I 1116 mWv 14.7.2018
§ 18 Abs. 2 Satz 2: IdF d. Art. 1 Nr. 2 G v. 10.7.2018 I 1116 mWv 14.7.2018
§ 18 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1: IdF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. a DBuchst. aa G v. 22.12.2015 I 2563 mWv 1.1.2016
§ 18 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2: IdF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. a DBuchst. bb G v. 22.12.2015 I 2563 mWv 1.1.2016
§ 18 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3: IdF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. a DBuchst. cc G v. 22.12.2015 I 2563 mWv 1.1.2016
§ 18 Abs. 3 Satz 2: IdF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. b G v. 22.12.2015 I 2563 mWv 1.1.2016
§ 18 Abs 3 Satz 3: Eingef. durch Art. 1 Nr. 2 Buchst. c G v. 22.12.2015 I 2563 mWv 1.1.2016
§ 18 Abs. 4: IdF d. Art. 3 G v. 28.6.2002 I 2268 mWv 1.1.2005, Art. 3 aufgeh. durch Art. 1 G v. 22.12.2004 I 3673 mWv 1.1.2005
§ 18 Abs. 4 Satz 1: IdF d. Art. 2 Nr. 1 Buchst. b G v. 22.12.2004 I 3673 mWv 29.12.2004
§ 18 Abs. 6 (früher Abs. 7): IdF d. Art. 2 Nr. 1 Buchst. d G v. 22.12.2004 I 3673 mWv 29.12.2004; früherer Abs. 6 aufgeh., früherer Abs. 7 jetzt Abs. 6 gem. Art. 1 Nr. 1 Buchst. b G v. 23.8.2011 I 1748 mWv 27.8.2011
§ 18 Abs. 7 (früher einziger Text) Satz 1: Früher Abs. 8 gem. Art. 1 Nr. 1 Buchst. b G v. 23.8.2011 I 1748 mWv 27.8.2011; jetzt Satz 1 gem. Art 2 G v. 18.7.2017 I 2730 mWv 29.7.2017
§ 18 Abs. 7 Satz 2: Eingef. durch Art. 2 G v. 18.7.2017 I 2730 mWv 29.7.2017

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