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Amtliche Abkürzung:BNatSchG
Fassung vom:15.09.2017 Fassungen
Gültig ab:01.04.2018
Dokumenttyp:Gesetz
Quelle:juris Logo
FNA:FNA 791-9
Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege
Bundesnaturschutzgesetz
§ 30 Gesetzlich geschützte Biotope
(1) Bestimmte Teile von Natur und Landschaft, die eine besondere Bedeutung als Biotope haben, werden gesetzlich geschützt (allgemeiner Grundsatz).
(2) Handlungen, die zu einer Zerstörung oder einer sonstigen erheblichen Beeinträchtigung folgender Biotope führen können, sind verboten:
1.
natürliche oder naturnahe Bereiche fließender und stehender Binnengewässer einschließlich ihrer Ufer und der dazugehörigen uferbegleitenden natürlichen oder naturnahen Vegetation sowie ihrer natürlichen oder naturnahen Verlandungsbereiche, Altarme und regelmäßig überschwemmten Bereiche,
2.
Moore, Sümpfe, Röhrichte, Großseggenrieder, seggen- und binsenreiche Nasswiesen, Quellbereiche, Binnenlandsalzstellen,
3.
offene Binnendünen, offene natürliche Block-, Schutt- und Geröllhalden, Lehm- und Lösswände, Zwergstrauch-, Ginster- und Wacholderheiden, Borstgrasrasen, Trockenrasen, Schwermetallrasen, Wälder und Gebüsche trockenwarmer Standorte,
4.
Bruch-, Sumpf- und Auenwälder, Schlucht-, Blockhalden- und Hangschuttwälder, subalpine Lärchen- und Lärchen-Arvenwälder,
5.
offene Felsbildungen, Höhlen sowie naturnahe Stollen, alpine Rasen sowie Schneetälchen und Krummholzgebüsche,
6.
Fels- und Steilküsten, Küstendünen und Strandwälle, Strandseen, Boddengewässer mit Verlandungsbereichen, Salzwiesen und Wattflächen im Küstenbereich, Seegraswiesen und sonstige marine Makrophytenbestände, Riffe, sublitorale Sandbänke, Schlickgründe mit bohrender Bodenmegafauna sowie artenreiche Kies-, Grobsand- und Schillgründe im Meeres- und Küstenbereich.
Die Verbote des Satzes 1 gelten auch für weitere von den Ländern gesetzlich geschützte Biotope. Satz 1 Nummer 5 gilt nicht für genutzte Höhlen- und Stollenbereiche sowie für Maßnahmen zur Verkehrssicherung von Höhlen und naturnahen Stollen.
(3) Von den Verboten des Absatzes 2 kann auf Antrag eine Ausnahme zugelassen werden, wenn die Beeinträchtigungen ausgeglichen werden können.
(4) Sind auf Grund der Aufstellung, Änderung oder Ergänzung von Bebauungsplänen Handlungen im Sinne des Absatzes 2 zu erwarten, kann auf Antrag der Gemeinde über eine erforderliche Ausnahme oder Befreiung von den Verboten des Absatzes 2 vor der Aufstellung des Bebauungsplans entschieden werden. Ist eine Ausnahme zugelassen oder eine Befreiung gewährt worden, bedarf es für die Durchführung eines im Übrigen zulässigen Vorhabens keiner weiteren Ausnahme oder Befreiung, wenn mit der Durchführung des Vorhabens innerhalb von sieben Jahren nach Inkrafttreten des Bebauungsplans begonnen wird.
(5) Bei gesetzlich geschützten Biotopen, die während der Laufzeit einer vertraglichen Vereinbarung oder der Teilnahme an öffentlichen Programmen zur Bewirtschaftungsbeschränkung entstanden sind, gilt Absatz 2 nicht für die Wiederaufnahme einer zulässigen land-, forst-, oder fischereiwirtschaftlichen Nutzung innerhalb von zehn Jahren nach Beendigung der betreffenden vertraglichen Vereinbarung oder der Teilnahme an den betreffenden öffentlichen Programmen.
(6) Bei gesetzlich geschützten Biotopen, die auf Flächen entstanden sind, bei denen eine zulässige Gewinnung von Bodenschätzen eingeschränkt oder unterbrochen wurde, gilt Absatz 2 nicht für die Wiederaufnahme der Gewinnung innerhalb von fünf Jahren nach der Einschränkung oder Unterbrechung.
(7) Die gesetzlich geschützten Biotope werden registriert und die Registrierung wird in geeigneter Weise öffentlich zugänglich gemacht. Die Registrierung und deren Zugänglichkeit richten sich nach Landesrecht.
(8) Weiter gehende Schutzvorschriften einschließlich der Bestimmungen über Ausnahmen und Befreiungen bleiben unberührt.

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§ 30 BNatSchG wird von folgenden Dokumenten zitier ... ausblenden§ 30 BNatSchG wird von folgenden Dokumenten zitiert

Anlage 3 UVPG, gültig ab 04.03.2021
§ 34 BNatSchG, gültig ab 27.06.2020
§ 2 BKompV, gültig ab 03.06.2020
§ 69 BNatSchG, gültig ab 13.03.2020
Anlage BfNKostV, gültig ab 03.08.2019 bis 30.09.2021
Anlage BfNKostV, gültig ab 14.08.2018 bis 02.08.2019
§ 12 BBodSchV, gültig ab 03.10.2017 bis 31.07.2023
§ 69 BNatSchG, gültig ab 29.09.2017 bis 12.03.2020
§ 8 NSGBRgV, gültig ab 28.09.2017
§ 8 NSGDgbV, gültig ab 28.09.2017
§ 8 NSGFmbV, gültig ab 28.09.2017
§ 8 NSGKdrV, gültig ab 28.09.2017
§ 12 NSGPBRV, gültig ab 28.09.2017
§ 10 NSGSylV, gültig ab 28.09.2017
§ 69 BNatSchG, gültig ab 16.09.2017 bis 28.09.2017
§ 69 BNatSchG, gültig ab 24.08.2017 bis 15.09.2017
Anlage 3 UVPG, gültig ab 29.07.2017 bis 03.03.2021
§ 69 BNatSchG, gültig ab 11.02.2017 bis 23.08.2017
Anlage 2 UVPG, gültig ab 07.12.2016 bis 28.07.2017
§ 34 BNatSchG, gültig ab 08.09.2015 bis 26.06.2020
§ 8 AgrarZahlVerpflV, gültig ab 14.07.2015
§ 8 AgrarZahlVerpflV, gültig ab 01.01.2015 bis 13.07.2015
Anlage 2 UVPG, gültig ab 01.08.2013 bis 06.12.2016
§ 12 BBodSchV, gültig ab 01.06.2012 bis 02.10.2017
§ 5 DirektZahlVerpflV, gültig ab 01.01.2012 bis 31.12.2014
§ 2 ErMiV, gültig ab 15.12.2011
Anlage BfNKostV, gültig ab 07.10.2011 bis 13.08.2018
§ 5 DirektZahlVerpflV, gültig ab 21.04.2011 bis 31.12.2011
§ 4a DirektZahlVerpflV, gültig ab 01.01.2011 bis 31.12.2014
Anlage 2 UVPG, gültig ab 18.08.2010 bis 31.07.2013
Anlage 2 UVPG, gültig ab 02.03.2010 bis (gegenstandslos)
Anlage 2 UVPG, gültig ab 02.03.2010 bis 17.08.2010
§ 4 AbfKlärV, gültig ab 01.03.2010 bis 02.10.2017
§ 5 AbfKlärV, gültig ab 01.03.2010 bis 02.10.2017
§ 4 PflSchAnwV 1992, gültig ab 01.03.2010
§ 12 BBodSchV, gültig ab 01.03.2010 bis (gegenstandslos)
§ 12 BBodSchV, gültig ab 01.03.2010 bis 31.05.2012
§ 21 BNatSchG, gültig ab 01.03.2010
§ 34 BNatSchG, gültig ab 01.03.2010 bis 07.09.2015
§ 69 BNatSchG, gültig ab 01.03.2010 bis 10.02.2017
§ 5 DirektZahlVerpflV, gültig ab 01.03.2010 bis 20.04.2011
§ 4 PflSchAnwV 1992, gültig ab 04.04.2002 bis 28.02.2010
§ 13 BArtSchV, gültig ab 22.10.1999 bis 03.04.2002
§ 4 BNatSchG, gültig ab 29.08.1998 bis 03.04.2002
§ 20a BNatSchG, gültig ab 29.08.1998 bis 03.04.2002
§ 30a BNatSchG, gültig ab 29.08.1998 bis 03.04.2002
§ 30b BNatSchG, gültig ab 29.08.1998 bis 03.04.2002
§ 39 BNatSchG, gültig ab 29.08.1998 bis 03.04.2002
§ 4 BNatSchG, gültig ab 09.05.1998 bis 28.08.1998
§ 20a BNatSchG, gültig ab 09.05.1998 bis 28.08.1998
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