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Normgeber:Innenministerium
Aktenzeichen:III 6 - 4101 - 4/1
Erlassdatum:11.06.1981
Fassung vom:15.04.1983
Gültig ab:27.05.1983
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:9232
Fundstelle:GABl. 1981, 729
 

Anlage 9: Vorläufige technische Richtlinien für die Anlage und Beleuchtung von Fußgängerüberwegen





INHALTSVERZEICHNIS



1.
Vorbemerkung
2.
Kriterien für das Anlegen von FGÜ
2.1
Allgemeine Grundsätze
2.2
FGÜ innerhalb geschlossener Ortschaften
2.3
FGÜ über nicht bevorrechtigte Straßen
2.4
FGÜ außerhalb geschlossener Ortschaften
2.5
FGÜ und Lichtzeichenanlagen
2.6
Auswertung von Verkehrsunfällen
3.
Kennzeichnung der FGÜ
3.1
Markierung
3.2
Verkehrszeichen
3.3
Zusätzliche Sicherheitseinrichtungen
4.
Bautechnische Gestaltung von FGÜ
4.1
Der FGÜ über die Fahrstreifen
4.2
Warteflächen
5.
Beleuchtung der FGÜ
5.1
FGÜ im Zuge von Straßenabschnitten mit Vorfahrt
5.2
FGÜ an Knotenzufahrten mit Wartepflicht
6.
Begriffsbestimmungen


1.
Vorbemerkung


Der Anlage und Beleuchtung von Fußgängerüberwegen (FGÜ) kommt aus Gründen der Verkehrssicherheit zunehmende Bedeutung zu. Wegen der Höhe der Anlagekosten, aber auch im Hinblick auf den zu erwartenden Nutzen bedarf es stets einer eingehenden Prüfung, ob und wie ein Fußgängerüberweg angelegt werden soll. Ein FGÜ an der falschen Stelle ist schädlicher als kein FGÜ. Die nachstehenden Grundsätze geben dafür Maßstäbe. Sie beziehen sich - wenn nicht ausdrücklich etwas anderes gesagt wird - nur auf FGÜ nach Zeichen 293 StVO.


2.
Kriterien für das Anlegen von FGÜ


2.1
Allgemeine Grundsätze


2.11
FGÜ sind im allgemeinen dann anzulegen, wenn


-
im Interesse der Sicherheit der Fußgänger eine Konzentration (Bündelung) des Fußgängerverkehrs auf bestimmte Übergänge erforderlich ist,
-
der Fahrzeugverkehr eine Größenordnung hat, bei der Fußgänger die Fahrbahn ohne besonderen Schutz nicht sicher überqueren können und der durch den Zebrastreifen bewirkte Schutz noch ausreicht, oder
-
der Fußgängerquerverkehr - auch nur zeitweise - so stark ist, daß sich Gruppen bilden, die mit dem Gefühl der Sicherheit der Masse auf die Straße drängen und somit sich und den Fahrzeugverkehr gefährden.


Das Vorliegen dieser Voraussetzungen ist abhängig von


-
der Menge des Kraftfahrzeugverkehrs beider Fahrtrichtungen (Nr. 2.12 und 2.13),
-
der Stärke des Fußgängerverkehrs beider Gehrichtungen (Nr. 2.12 und 2.13),
-
der Art und Breite der zu überquerenden Straßen (Nr. 2.14) und
-
der Fahrgeschwindigkeit auf den betreffenden Straßen (Nr. 2.14).


2.12
Wenn folgende Richtwerte erreicht werden, kommt die Anlage von FGÜ in Frage:


Anzahl der Kfz in beiden Richtungen zusammen pro Stunde mindestens 400, im gleichen Zeitraum mind. 300 Fußgänger/h, die die Fahrbahn überqueren. Die gleichen Werte gelten für Einbahnstraßen und Richtungsfahrbahnen.
Diese Werte sollen an einem Werktag mit durchschnittlichem Verkehr (Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag) während mindestens zwei Stunden erreicht werden. Wenn besondere örtliche Verhältnisse (z. B. Schulweg, Krankenhaus) vorliegen, kann von den obigen Werten abgewichen werden. Dies gilt auch im Falle Nr. 2.13 letzter Satz.


2.13
Auf Straßen mit starkem Fahrzeugverkehr sind FGÜ kein geeignetes Mittel zum Schutze der Fußgänger. Dies ist im allgemeinen dann der Fall, wenn die Anzahl der Kfz in beiden Richtungen zusammen in der Spitzenstunde mehr als 800 beträgt. Die gleichen Werte gelten für Einbahnstraßen und Richtungsfahrbahnen.


Ist auf Straßen mit Gegenverkehr eine Fußgänger-Schutzinsel vorhanden, so kann die Anzahl der Kfz in beiden Richtungen zusammen 1200/h betragen, jedoch in einer Richtung nicht mehr als 800/h.


Auch auf Straßen mit starkem Fußgängerquerverkehr ist die Anlage eine FGÜ nicht sinnvoll, es sei denn, daß der Kfz-Verkehr sehr gering ist.


Abbildung, die einen Fußgängerüberweg an einer Fahrbahn mit Gegenverkehr, eine Fußgängerschutzinsel an einer Fahrbahn mit Gegenverkehr und einen Fußgängerüberweg an einer Fahrbahn mit Verkehr in nur eine Richtung zeigt


2.14
FGÜ dürfen nicht an Straßen angelegt werden, bei denen die Fahrgeschwindigkeit mehr als 50 km/h beträgt.


Auf Straßen mit Gegenverkehr darf ein FGÜ nur angelegt werden, wenn die Fußgänger ohne die Möglichkeit des Zwischenaufenthaltes auf einer Schutzinsel nicht mehr als zwei Fahrstreifen des fließenden Verkehrs kreuzen müssen.
Auch bei Richtungsfahrbahnen und bei Einbahnstraßen mit jeweils mehr als zwei Fahrstreifen für den fließenden Verkehr scheidet das Anlegen eines FGÜ aus.


Abbildung, die zulässige und unzulässige Fußgängerüberwege zeigt


2.15
Auf Straßen mit Schienen in der Fahrbahn - ohne eigenen Gleiskörper - dürfen FGÜ nur an Zwangshaltestellen der Schienenverkehrsmittel eingerichtet werden. Der Zebrastreifen ist in diesen Fällen auch in der Gleiszone zu markieren. FGÜ über Straßen mit Schienenbahnen auf besonderen Bahnkörpern sollen an den Übergängen über den Gleisraum so mit versetzten Geländern abgeschrankt werden, daß die Blickrichtung des Zuganges in Richtung der entgegenkommenden Fahrzeuge auf das angrenzende Gleis fällt (vgl. Nr. 3.13).


Abbildung, die einen Fußgängerüberweg über einen Gleiskörper zeigt


2.16
FGÜ dürfen nur an übersichtlichen Stellen angeordnet werden. FGÜ und Warteflächen müssen sowohl für den Kraftfahrer als auch für den Fußgänger überschaubar und bei Tag und Nacht jederzeit erkennbar sein. FGÜ dürfen daher nur dort angelegt werden, wo der Kraftfahrer den FGÜ in ganzer Länge einschließlich der Wartefläche, in deren Bereich die Fußgänger auf eine Möglichkeit des Überschreitens der Fahrbahn warten, rechtzeitig sehen kann (s. auch Nr. 2.23 und 2.44). Erforderlichenfalls ist das Gehwegparken im Vorfeld und Sichtbereich durch Aufstellen von Schutzgittern, Abweisern oder Pollern zu verhindern.


FGÜ dürfen daher nicht auf oder hinter Kuppen, in oder hinter engen Straßenkrümmungen oder sichtbehindernden Gebäuden oder Bepflanzungen und nach Möglichkeit auch nicht in unmittelbarer Nähe von Bahnübergängen sowie Zufahrten angelegt werden. Die Sicht darf auch nicht vorübergehend, z. B. durch parkende oder haltende Fahrzeuge, verdeckt sein; es ist daher zu prüfen, ob die Haltverbotsstrecke vor und ggf. auch hinter dem FGÜ durch Aufstellen von Zeichen 283 StVO verlängert werden muß. FGÜ sollen nur an solchen Strecken angelegt werden, an denen auch bei Dunkelheit die Voraussetzungen für eine gute Erkennbarkeit gegeben sind (vgl. hierzu auch Nr. 5, Beleuchtungsniveau).


2.17
Im allgemeinen sollen FGÜ rechtwinklig zur Fahrtrichtung sowohl der kreuzenden als auch der einmündenden Straße angelegt werden, damit die Fußgänger einen möglichst kurzen Überweg über die Fahrbahn haben.
Im Zuge einer Straße sollen FGÜ, die nicht an einem und demselben Knoten liegen, nicht in zu kurzen Abständen voneinander angelegt werden. Ein Abstand von mindestens 200 m soll in der Regel nicht unterschritten werden; das gleiche gilt für FGÜ vor und hinter Straßenkreuzungen und Einmündungen mit Lichtzeichenregelung. Es ist ferner zu berücksichtigen, daß der FGÜ - auch in Spitzenzeiten - nicht von zurückstauenden Fahrzeugen verstellt wird.


Abbildung, die Fußgängerüberwege mit Geländer an Kreuzungen zeigt


Wird eine Fahrbahn von Fußgängern an mehreren Stellen häufiger überquert, dann ist eine Zusammenfassung des Querverkehrs auf einen FGÜ anzustreben. Die örtliche Lage des Überweges ist so zu wählen, daß die Fußgänger möglichst geringe Umwege in Kauf nehmen müssen. Wo die erwünschte Zusammenfassung des Fußgängerverkehrs allein durch die Anlage eines FGÜ nicht erreicht werden kann, empfiehlt sich die zusätzliche Anbringung von Absperrvorrichtungen (Ketten- oder Stangengeländer), vgl. Nr. 3.32. Ist nach den örtlichen Gegebenheiten zu erwarten, daß die Fußgänger den Umweg nicht annehmen werden und auch keine Möglichkeit für Absperrvorrichtungen vorhanden, so darf kein FGÜ angelegt werden, da die Aufmerksamkeit der Kraftfahrer auf den FGÜ gerichtet ist und nicht auf davor oder dahinter die Fahrbahn überquerende Fußgänger.


Abbildung, die eine Zusammenfassung des Fußgängerverkehrs mit Blickrichtung auf einen Fußgängerüberweg zeigt


Anordnung b besser als a, da der Blick der aus dem Gebäude strömenden Fußgänger auf die entgegenkommenden Fahrzeuge gerichtet ist.


Vor Schulen, Werkausgängen und dgl. dürfen Fußgänger nicht direkt auf FGÜ stoßen, vielmehr sind hier die Fußgänger durch Absperrungen zu führen.
Im Bereich stärkerer Längsneigungen der Straße ist die Anlage von FGÜ in der Regel nicht angebracht, weil infolge der Verlängerung des Bremsweges von bergabfahrenden Fahrzeugen keine ausreichende Sicherheit für Fußgänger auf einem FGÜ gegeben ist.


2.18
FGÜ dürfen - außer an Straßen- und Wegkreuzungen - nur dann angelegt werden, wenn beiderseits der Fahrbahn Gehwege vorhanden sind oder bei Einmündung eines ausschließlich für den Fußgängerverkehr bestimmten Weges wenigstens auf der der Einmündung gegenüberliegenden Fahrbahnseite ein Gehweg besteht.


Abbildung, die einen Fußgängerüberweg an einer Straße mit einem Gehweg entlang der Fahrbahn zeigt


2.19
Wenn die Anlage von FGÜ ausscheidet, weil die Voraussetzungen nach diesen Grundsätzen nicht gegeben sind, ein Schutz des Fußgängerverkehrs aber erforderlich ist, können die Bedingungen für das Überschreiten der Straße durch Einbau oder Markierung von Inseln, Haltverbote, Überholverbote, Geschwindigkeitsbeschränkungen und Errichtung oder Ergänzung einer Straßenbeleuchtung verbessert werden.


2.2
FGÜ innerhalb geschlossener Ortschaften


2.21
FGÜ sind in erster Linie an Kreuzungen und Einmündungen anzuordnen. Hierbei ist zu prüfen, ob es nicht ausreicht, über die Straße mit Vorfahrt nur einen FGÜ anzulegen; in Einbahnstraßen sollte dieser vor der Kreuzung oder Einmündung liegen. An Knoten mit abkrickender Vorfahrt sollte auf der Vorfahrtstraße kein FGÜ angelegt werden.


Abbildung, die jeweils einen Fußgängerüberweg an einer Kreuzung, vor einer Kreuzung in einer Einbahnstraße und an einer Kreuzung mit abknickender Vorfahrt zeigt


2.22
Wird an Kreuzungen oder Einmündungen der FGÜ zurückgesetzt, um abbiegenden Fahrzeugen die Möglichkeit zu geben, ohne Störung des nachfolgenden Verkehrs vor dem Überweg zu warten, ist es häufig ratsam, zusätzliche Absperrvorrichtungen (Ketten- oder Stangengeländer, vgl. Nr. 3.32) anzubringen.


Abbildung, die zurückgesetzte Fußgängerüberwege an einer Kreuzung und einer Einmündung zeigt, die durch zusätzliche Absperrvorrichtungen  (Ketten- oder Stangengeländer) gesichert sind.


2.23
FGÜ dürfen in der Regel nur dort angelegt werden, wo die Überschaubarkeit und Erkennbarkeit (vgl. Nr. 2.16) auf eine Entfernung von mindestens 50 m gewährleistet ist. Fußgänger, welche die Straße überqueren wollen, sollten dabei in der Regel die durchgehende Fahrbahn in beiden Richtungen auf mindestens je 50 m Länge überschauen können, ohne daß sie dazu die Fahrbahn betreten müssen. Beim Vorhandensein einer Fußgängerschutzinsel genügt es, wenn jeweils die ausreichende Sicht (50 m) vom Fahrbandrand bzw. von der Insel aus nach der Richtung vorhanden ist, aus der der Verkehr ankommt, dessen Fahrtrichtung gekreuzt wird. Die Erfüllung der für den Fußgänger geforderten ausreichenden Sicht bedeutet jedoch nicht, daß damit in jedem Fall eine ausreichende Haltesichtweite (z. B. bei Längsneigung) für den Kraftfahrer gegeben ist (beachte Nr. 2.16).


2.24
Die Anlage von FGÜ ist in Straßen mit Lichtzeichenregelung in »Grüner Welle« unzulässig (vgl. Nr. 2.52). Das gleiche gilt für den Bereich der Signaltrichter mit Geschwindigkeitssignalen.


2.25
Auf Radwegen ist die Anlage von FGÜ in der Regel entbehrlich.


2.26
Bushaltestellen sollten in der Regel in Fahrtrichtung gesehen hinter dem FGÜ liegen.


2.3
FGÜ über nicht bevorrechtigte Straßen


2.31
An Kreuzungen und Einmündungen, bei denen die Vorfahrt durch Verkehrszeichen geregelt ist, ist die Anlage von FGÜ über die nicht bevorrechtigte Straße im allgemeinen entbehrlich, weil hier dem Fußgänger ein Überqueren der Fahrbahn wegen der Wartepflicht der diese Straße benützenden Fahrzeuge meistens ohnehin ermöglicht wird. Dies gilt nicht bei Kreuzungen oder Einmündungen mit abknickender Vorfahrt (s. Nr. 2.21).


Abbildung, die Fußgängerüberwege an vorfahrtsberechtigten und an nicht vorfahrtsberechtigten Straßen zeigt, wobei Fußgängerüberwege an nicht vorfahrtsberechtigten Straßen meist entbehrlich sind


Bei Kreuzungen und Einmündungen, an denen die Vorfahrt nach dem Grundsatz »Rechts vor Links« gilt, sollte vor Anlage eines FGÜ geprüft werden, ob die Verhältnisse für den Fußgängerquerverkehr nicht schon durch eine ohnehin zweckmäßige Vorfahrtsregelung mit Verkehrszeichen verbessert werden können.


2.4
FGÜ außerhalb geschlossener Ortschaften


2.41
FGÜ sind außerhalb geschlossener Ortschaften im allgemeinen nicht vorzusehen, weil sie hier keine ausreichende Sicherheit bieten. Zum Schutze der Fußgänger können in diesen Fällen in Betracht kommen: Anlage von Gehwegen auf beiden Seiten der Straße bis zur nächsten geschlossenen Ortschaft,


höhenfreie Kreuzungen,


Lichtzeichenanlagen oder


Verkehrsbeschränkungen.


Hierauf sollte schon im Rahmen der Orts- und Verkehrsplanung bzw. der Bauleitplanung geachtet werden.


2.42
Ist die Anordnung eines FGÜ außerhalb der geschlossenen Ortslage ausnahmsweise nicht zu umgehen, dann sind ausreichende zusätzliche Maßnahmen (z. B. Überholverbot, Geschwindigkeitsbeschränkung, Haltverbot) zu treffen, um eine möglichst gefahrlose Benutzung des FGÜ bei Tag und Nacht sicherzustellen.


2.43
Außerhalb der geschlossenen Ortschaften dürfen FGÜ auf Straßen mit mehr als zwei Fahrstreifen und auf Straßen mit getrennten Richtungsfahrbahnen nicht angeordnet werden.


2.44
Die Überschaubarkeit und Erkennbarkeit von FGÜ (vgl. Nr. 2.16) muß außerhalb der geschlossenen Ortschaften auf eine Entfernung von mindestens 150 m gewährleistet sein. Im übrigen gelten die Grundsätze der Nr. 2.23 sinngemäß.


2.45
Bei FGÜ darf die zulässige Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeuge auf der durchgehenden Straße auch außerhalb geschlossener Ortschaften 50 km/h nicht überschreiten. Wirkungslos ist es, eine Geschwindigkeitsbeschränkung erst kurz vor dem FGÜ anzuordnen.


2.5
Fußgängerüberwege und Lichtzeichenanlagen


2.51
Sind der Fahrzeugverkehr und auch der Fußgängerverkehr sehr stark (vgl. Nr. 2.13), dann kann es sich empfehlen, Lichtzeichenanlagen für den Fußgängerquerverkehr vorzusehen. Sie sind auch dort zweckmäßig, wo nur zeitweise große Fußgängermengen queren (Werkeingänge, Veranstaltungsgebäude u. ä.) oder dort, wo besonders schutzbedürftige Fußgänger (z. B. Kinder, alte Menschen) auf die andere Straßenseite gelangen müssen. Diese Anlagen sind mit benachbarten Lichtzeichenanlagen abzustimmen. Der Fußgängerquerverkehr sollte nach Möglichkeit auf solche Stellen gelenkt werden, an denen die Einrichtung einer Fußgänger-Lichtzeichenanlage eine bestehende »Grüne Welle« nicht unterbricht.


Lichtzeichenanlagen für den Fußgängerverkehr, insbesondere druckknopfgesteuerte Anlagen sollen in der Regel von Kreuzungen und Einmündungen ohne Lichtzeichenregelung deutlich abgerückt sein.


Abbildung, die eine Straße mit Kreuzung zeigt, an der der Fußgängerquerverkehr durch Lichtzeichenanlagen geregelt wird


2.52
Wo der Fußgängerverkehr durch Lichtzeichen geregelt ist, darf die Markierung nach Zeichen 293 StVO nicht angebracht werden. Hier ist der Übergang durch unterbrochene Markierungslinien (12-15 cm Breite, 30-50 cm Strich, 15-20 cm Lücke) zu kennzeichnen. Die Markierungslinien müssen mindestens 4,0 m Abstand voneinander aufweisen und 1,0 m davor eine Haltlinie erhalten.


2.6
Auswertung von Verkehrsunfällen


Art und Häufigkeit der Unfälle können Aufschluß darüber geben, ob und auf welche Weise der Fußgänger zu schützen ist. Zur Beurteilung der örtlichen Verkehrssituation sind Kollisionsdiagramme oder andere Unterlagen über das Unfallgeschehen heranzuziehen.


3.
Kennzeichnung der FGÜ


Damit die Verkehrsteilnehmer an allen FGÜ gleiche Verhältnisse vorfinden, ist auf die einheitliche Kennzeichnung größter Wert zu legen.


3.1
Markierung


Die Fahrbahnmarkierung der FGÜ (Zebrastreifen) und alle übrigen zum Schutze des Überweges angelegten Markierungen müssen sich immer in einem guten Zustand befinden.


Die Markierungsstoffe müssen den »Technischen Liefer- und Prüfbedingungen für Fahrbahnmarkierungen« des Bundesministers für Verkehr entsprechen und den jeweils geltenden Merkblättern und Richtlinien genügen.
Die Erkennbarkeit des FGÜ kann durch Spiegelung bei Nässe und während der Dunkelheit stark beeinträchtigt werden. Daher soll der Zebrastreifen so beschaffen sein, daß ein deutlicher Kontrast zwischen den hellen und dunklen Streifen bzw. gegenüber der übrigen Fahrbahndecke auch bei nasser Fahrbahn erreicht wird.


3.11
Markierungsfarben


Es genügt in der Regel nicht, die weißen Streifen durch Farben zu markieren, da der ständige Abrieb den FGÜ nur für eine kurze Zeitdauer sichtbar bleiben läßt und schädliche Spiegelungseffekte nicht auszuschließen sind.


Wenn jedoch aus besonderen Gründen Farben verwendet werden sollen, so sind stets die zugelassenen reflektierenden Farbtypen zu wählen.


3.12
Dauerhafte Markierungsmaterialien


Heißplastik- oder Kaltplastikmassen haben sich besonders bewährt.
Es kommen auch fest eingebaute Streifen aus weißen Keramik- oder Betonformsteinen, Weißbeton und aufgeklebte Kunststoff-Folien in Betracht.


3.13
Ausführung


Die Markierung der Zebrastreifen besteht aus parallel zur Fahrtrichtung auf die Fahrbahn aufgebrachten weißen Streifen von 50 cm Breite mit ebenso großen Abständen. Der erste Streifen darf nicht unmittelbar am Fahrbahnrand liegen. Gebogene Streifen sind - auch in Kurven - nicht zulässig.


Abbildung, die die richtige und falsche Markierung von Zebrastreifen zeigt


Die Länge der Streifen ergibt sich aus der Breite der FGÜ.
Um eine Erkennbarkeit des FGÜ zu gewährleisten, muß wegen der optischen Verkürzung der Markierungsstriche für die Kraftfahrer eine Mindestlänge vorhanden sein. Nach der StVO sind für die Breite eines FGÜ mindestens 3 m vorgeschrieben. Aus Gründen der Sichtbarkeit empfiehlt sich jedoch eine Markierung der Zebrastreifen von 4 m Breite; eine größere Breite als 6 m ist in der Regel nicht zu vertreten.
Die Verwendung rückstrahlender Materialien ist zu empfehlen.
Bei FGÜ kommt eine besondere Quermarkierung für den Fahrzeugverkehr (Haltlinie) nicht in Frage. Dagegen kann die Markierung durch zusätzliche weißrückstrahlende Bodennägel verdeutlicht werden. Sie sollten dann jeweils 30 cm vor den Ecken der Breitstriche angebracht werden.
Auf Verkehrsinseln dürfen keine Zebrastreifen markiert werden.


3.2
Verkehrszeichen


An FGÜ außerhalb geschlossener Ortschaften sowie an Knotenzufahrten (Kreuzungen, Einmündungen) mit Vorfahrt und außerhalb von Kreuzungen und Einmündungen reicht die Markierung der FGÜ allein nicht aus, um ihn so rechtzeitig erkennbar zu machen, daß der Kraftfahrer seiner Sorgfaltspflicht genügen kann. Der FGÜ bedarf daher einer zusätzlichen senkrechten Kennzeichnung durch das Zeichen 350 StVO und ggf. einer Vorankündigung durch das Gefahrzeichen 134. Die Zeichen 350 und 134 müssen mindestens vollrückstrahlend oder aber von innen oder außen beleuchtet sein. Ist ein in der Nähe angebrachtes Verkehrszeichen beleuchtet, so müssen diese Zeichen mindestens ebenso wirksam beleuchtet sein.


Es empfiehlt sich häufig, die Zeichen 350 und 134 auf der linken Straßenseite - dann jedoch spiegelbildlich - zu wiederholen. Im Sinne einer einheitlichen Kennzeichnung ist - soweit nicht zwingende Gründe dem entgegenstehen - vorzugsweise folgende Regelausführung vorzusehen.


3.21
Hinweiszeichen


Auf FGÜ außerhalb geschlossener Ortschaften ist stets durch das Zeichen 350 hinzuweisen. Innerhalb geschlossener Ortschaften ist auf FGÜ hinzuweisen, die nicht an Kreuzungen oder Einmündungen liegen, sowie auf solche, die an Kreuzungen oder Einmündungen in den Kreuzungsfahrten mit Vorfahrt angelegt sind. In diesen Fällen sollte das Zeichen auf beiden Seiten der Fahrbahn stehen.


Das Zeichen 350 wird unmittelbar an der Markierung angebracht, sofern es nicht zweckmäßiger an einem für die Beleuchtung des Fußgängerüberweges notwendigen Beleuchtungsmast befestigt werden kann.


Abbildung: Regelausführung für das Anbringen eines Hinweiszeichens


Regelausführung für das Anbringen des Hinweiszeichens:


Das seitlich der Fahrbahn vorgesehene Zeichen 350 muß mit einer lichten Höhe von 2,0 bis 2,50 m aufgestellt werden.


Bei Straßen mit einer Fahrbahnbreite von 6,50 m und mehr empfiehlt sich wegen der besseren Erkennbarkeit des FGÜ eine Wiederholung des Zeichens 350 als beleuchtetes Verkehrszeichen über der Fahrbahn; dadurch wird eine auffällige Torbogenwirkung erreicht. Dieses Hinweiszeichen muß für beide Fahrtrichtungen erkennbar sein. Die Unterkante des Hinweiszeichens bzw. eine darunter befindliche Beleuchtung darf dann nicht weniger als 4,50 m über Fahrbahnoberkante angebracht sein und soll das Maß von 7,00 m im allgemeinen nicht überschreiten.


a)
Beispiel 1


Verkehrszeichen und Beleuchtung am gleichen Mast bei Fahrbahnen mit Gegenverkehr ohne Fußgängerschutzinsel




Abbildung, die zeigt, dass bei Fahrbahnen mit Gegenverkehr ohne Fußgängerschutzinsel Verkehrszeichen und Beleuchtung am gleichen Mast angebracht sein müssen


Bei Fahrbahnbreiten unter 6,50 m oder bei Verwendung von Auslegermasten mit größerer Auskragung genügt ein Wiederholungszeichen über der Fahrbahn, das bei engeren Krümmungen über den äußeren Fahrstreifen anzubringen ist. Das Hinweiszeichen soll möglichst über der Mitte, bei vorhandenen Seitenstreifen jedoch mindestens über dem Rand des rechten Fahrstreifens hängen.


b)
Beispiel 2


Verkehrszeichen und Beleuchtung am gleichen Mast bei schmalen Fahrbahnen mit Fußgängerschutzinsel


Abbildung, die zeigt, dass Verkehrszeichen, die bei schmalen Fahrbahnen mit Fußgängerschutzinsel mit der Beleuchtung am gleichen Mast angebracht sind, auf der Rückseite grau sind


Das Hinweiszeichen über der Fahrbahn befindet sich über dem Überholstreifen.


c)
Beispiel 3


Verkehrszeichen und Beleuchtung am gleichen Mast bei breiten Fahrbahnen mit Fußgängerschutzinsel


Abbildung, die zeigt, dass Verkehrszeichen , die bei breiten Fahrbahnen mit Fußgängerschutzinsel mit der Beleuchtung am gleichen Mast angebracht sind, auf der Rückseite grau sind


3.22
Gefahrzeichen


Innerhalb geschlossener Ortschaften ist das Gefahrzeichen 134 in der Regel nur vor FGÜ aufzustellen, die nicht an Kreuzungen und Einmündungen liegen. Die tatsächliche Entfernung des Gefahrzeichens 134 vom FGÜ ist auf einem Zusatzschild anzugeben.


Außerhalb geschlossener Ortschaften ist vor FGÜ stets das Gefahrzeichen 134 aufzustellen. Wenn aus örtlichen Gründen dieses Gefahrzeichen in einem geringeren Abstand als 150 m vor dem FGÜ aufgestellt werden muß, dann ist die tatsächliche Entfernung auf einem Zusatzschild anzugeben.


Abbildung: Zusammenstellung der Beispiele unter Nr. 3.21 in Systemform


Vor FGÜ, vor denen die Geschwindigkeit beschränkt wird (vornehmlich außerhalb geschlossener Ortschaften), sind das Gefahrzeichen und das Zeichen Geschwindigkeitsbeschränkung am gleichen Pfosten anzubringen.
Um Irrtümer darüber auszuschließen, von wo ab die Geschwindigkeitsbegrenzung gilt, sollte in diesem Falle auf das Zusatzschild mit Entfernungsangabe zum Gefahrzeichen verzichtet werden.


3.3
Zusätzliche Sicherheitseinrichtungen


Als zusätzliche Sicherung von FGÜ sollten folgende Maßnahmen in Betracht gezogen werden:


3.31
Durch weiße, ununterbrochene Markierungslinien (Sperrlinien) in ausreichender Länge (mind. 20 m, möglichst 50 m) vor dem FGÜ zwischen den einzelnen Fahrstreifen mit gleicher oder entgegengesetzter Fahrtrichtung kann die Anzahl der plötzlichen Fahrstreifenwechsel wesentlich vermindert und hierdurch eine Beruhigung des Verkehrsflusses im Bereich des FGÜ herbeigeführt werden.


3.32
Geländer und andere Absperreinrichtungen sind zweckmäßig, um den Fußgängerstrom zu hindern, die Fahrbahn außerhalb des FGÜ zu überqueren.


Vor Ausgängen von Schulen, an Umsteigeplätzen öffentlicher Verkehrsmittel u. ä. sowie an Stellen, an denen Überwege Gleisanlagen kreuzen, bieten versetzt angeordnete Absperreinrichtungen zusätzlichen Schutz.


3.33
Nur bei außergewöhnlich schwierigen Verhältnissen sollte zur Erhöhung der Auffälligkeit des FGÜ ein gelbes Blinklicht unterhalb des rechts neben der Fahrbahn stehenden Zeichens 350 angebracht werden. Symbole sind in diesen Blinklichtern nicht zu verwenden.


3.34
Es ist zu prüfen, ob das zur Sichtverbesserung gesetzlich vorgeschriebene Haltverbot vor FGÜ durch Aufstellung eines Verkehrszeichens zu verlängern ist.


4.
Bautechnische Gestaltung von FGÜ


4.1
Der FGÜ über die Fahrstreifen
Auf FGÜ ist auch bautechnisch eine sichere Verkehrsabwicklung für Fußgänger - und Fahrverkehr zu gewährleisten. Z. B. sollen Straßenabläufe nicht im Bereich von FGÜ liegen.


4.2
Warteflächen


4.21
Auf dem Gehweg


Die Gehwegfläche im Bereich des FGÜ muß den überquerenden Fußgängern die erforderliche Wartefläche bieten, ohne daß dadurch der Fußgängerlängsverkehr behindert wird. Sichthindernisse, die den Blick der Fußgänger auf den Fahrverkehr oder den der Fahrer auf die Fußgänger einschränken, sind zu beseitigen.


Der Hochbord des Gehweges soll am FGÜ durchgeführt werden, er darf eine Auftrittshöhe von 12 cm aber nicht überschreiten.


Die Unterbrechung eines Parkstreifens im Bereich eines FGÜ kann durch Vorziehen des Hochbordes bis an den Fahrbahnrand verdeutlicht werden.


4.22
Schutzinseln


Schutzinseln sollten im Bereich des FGÜ 2,50 m breit sein, damit dort auch Krankenfahrstühle und Kinderwagen geschützt aufgestellt werden können. Ein Mindestmaß von 1,60 m darf keinesfalls unterschritten werden. Schutzinseln sind mit Hochborden einzufassen. Im Bereich des FGÜ sollten die Hochborde abgesenkt sein. Die Inselköpfe müssen besonders deutlich gekennzeichnet werden; auch eine zusätzliche bauliche Sicherung der Inselköpfe kann sich empfehlen. Außerdem sind sie durch Zeichen 222 StVO - möglichst innenbeleuchtet - zu sichern.


5.
Beleuchtung der FGÜ


Bei Dunkelheit muß an FGÜ eine Beleuchtung vorhanden sein, damit Fußgänger auf dem FGÜ und am Straßenrand deutlich erkennbar sind. Durch die Beleuchtung soll ebenfalls die Erkennbarkeit der Markierung des FGÜ (Zebrastreifen) verbessert werden. Bei der Wahl des Standortes der FGÜ ist auf die durch die allgemeine Straßenbeleuchtung gegebenen Beleuchtungsverhältnisse Rücksicht zu nehmen.


5.1
FGÜ im Zuge von Straßenabschnitten mit Vorfahrt


Auf die besondere Beleuchtung der FGÜ kann verzichtet werden, wenn die mittlere Leuchtdichte der allgemeinen Straßenbeleuchtung über eine Strecke von ungefähr 50 m vor und hinter dem Zebrastreifen etwa 2 cd/m² beträgt, wobei die Gleichmäßigkeit der Leuchtdichte und die Begrenzung der Blendung den DIN 5044 (Straßenbeleuchtung) entsprechen sollen. Es muß sichergestellt sein, daß die Warteflächen auf den Gehwegen ausreichend beleuchtet sind.


5.11
Wenn diese Forderungen nicht erfüllt sind, so ist eine zusätzliche Beleuchtung des FGÜ notwendig. Hierbei sollen der Fußgänger, der FGÜ und die Wartefläche aus der Verkehrsrichtung und in Straßen ohne getrennten Richtungsverkehr der Fußgänger über die ganze Fahrbahn aus beiden Verkehrsrichtungen angeleuchtet werden.
Die vertikale Beleuchtungsstärke muß so hoch sein, daß sich der Fußgänger hell vor dem dunklen Hintergrund abhebt (Positiv-Kontrast). Eine Blendung des Gegenverkehrs ist dabei unbedingt zu vermeiden. Im übrigen vergleiche auch DIN 67523.
In Einzelfällen kann die Erkennbarkeit des Fußgängers auch besser erreicht werden durch Verstärkung der Beleuchtung hinter dem FGÜ (Negativ-Kontrast).
Es ist häufig zweckmäßig, die Beleuchtungseinrichtungen mit den Verkehrszeichen nach Nr. 3.2 konstruktiv zu verbinden, auch wenn dabei der Abstand des Verkehrszeichens vom FGÜ (Nr. 3.21) größer als 1,0 m wird.
Die Verwendung einer von der durchgehenden Straßenbeleuchtung abweichenden Lichtfarbe ist zu empfehlen. Es ist dabei zu beachten, daß Farben und Erscheinungsbild der Verkehrszeichen nicht verfälscht werden (nötigenfalls Verwendung innenbeleuchteter Verkehrszeichen).


5.12
Die Wirksamkeit der Überwegbeleuchtung ist nach Fertigstellung und dann regelmäßig zu überprüfen. Die Überprüfung ist auch bei regennasser Fahrbahn vorzunehmen.


5.2
FGÜ an Knotenzufahrten mit Wartepflicht
Auf eine besondere Beleuchtung von FGÜ an Zufahrten von Kreuzungen und Einmündungen mit Wartepflicht kann verzichtet werden.


6.
Begriffsbestimmungen


Fußgängerlängsverkehr

=

Der parallel zum Fahrzeugverkehr
verlaufende Fußgängerverkehr


Fußgängerüberweg (FGÜ)

=

Im Sinne der vorliegenden Grund-
sätze eine mit Zeichen 293 StVO
»Fußgängerüberweg« markierte
Fahrbahnfläche, auf der der Fußgänger
nach § 26 StVO in besonderer Weise geschützt ist


Geschlossene Ortschaft

=

Der innerhalb der Ortstafeln nach
Zeichen 310 und 311 StVO
eingegrenzte Bereich


Grüne Welle

=

Koordinierte Lichtzeichen-
anlagen, bei denen der Verkehrsteilnehmer auf einer derart ausgestatteten Straße bei Einhaltung einer empfohlenen Geschwindigkeit stets ein grünes Farbzeichen erwarten kann.







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