Schnellnavigation

Steuerleiste | Navigation | Suche | Inhalt

Suche

Erweiterte Suche Tipps und Tricks

Alle Dokumente

Suchmaske und Trefferliste maximieren
 


Hinweis

Dokument

  in html speichern drucken pdf Dokument Ansicht maximierenDokumentansicht maximieren
Einzelvorschrift
Aktuelle Gesamtvorschrift
Blättern zur vorhergehenden Verwaltungsvorschrift Blättern in der Vorschrift Blättern zur nachfolgenden Verwaltungsvorschrift
Normgeber:Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz
Aktenzeichen:52-8691.01
Erlassdatum:26.02.2020
Fassung vom:26.02.2020
Gültig ab:02.01.2020
Gültig bis:31.12.2026
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:790
Fundstelle:GABl. 2020, 299
 

3.4.1
Betriebsgutachten (Periodische Betriebsplanung) mit einer Laufzeit von zehn Jahren


Für die Erstellung eines Betriebsgutachtens im Privatwald gelten die Vorgaben zur Erstellung der periodischen Betriebsplanung für den öffentlichen Wald gemäß § 50 LWaldG in Verbindung mit der Forsteinrichtungsverordnung und der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz über die periodische Betriebsplanung im Körperschaftswald und betreuten Privatwald in Baden-Württemberg entsprechend.


Sofern im Planungsgebiet Flächen der Schutzgebietskonzeption Natura 2000 liegen, muss die forstbetriebliche Planung die Ergebnisse der jeweiligen Managementpläne, gegebenenfalls ein Verschlechterungsverbot oder Erhaltungsgebot eines günstigen Zustandes im Sinne der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (ABl. L 206 vom 22.7.1992, S. 7), zuletzt geändert durch Artikel 1 Änderungsrichtlinie 2013/17/EU vom 13. Mai 2013 (ABl. L 158 S. 193) berücksichtigen.


Die Erstellung eines periodischen Betriebsplans muss mindestens eine neue waldbauliche Planung, eine neue Hiebsatzermittlung und eine neue Wirtschaftskarte aufweisen.


Sofern das Betriebsgutachten im Rahmen eines geförderten Treuhandvertrages nach den §§ 9 oder 10 PWaldVO (Anlage 8 oder 9) erstellt wird, gilt eine Laufzeit von zehn Jahren. Die Ziele des Betriebes sind im Vorfeld mit der oder dem Waldbesitzenden abzustimmen. Das Betriebsgutachten ist von der oder dem Waldbesitzenden spätestens vier Wochen nach Vorlage oder Übersendung zu unterzeichnen und dem Dienstleister zurückzusenden. Es dient als Grundlage für die Erstellung der jährlichen Pläne. Ab einer Betriebsgröße von über 200 Hektar wird der Vollzug nach fünf Jahren überprüft (Zwischenprüfung).


Sofern ein Treuhandvertrag nach den §§ 9 oder 10 PWaldVO (Anlage 8 oder 9) zwischen einer oder einem Privatwaldbesitzenden und einer unteren Forstbehörde beziehungsweise einer die Betreuung gemäß § 49 LWaldG übernehmenden Körperschaft abgeschlossen wird, obliegt die Erstellung des erforderlichen Betriebsgutachtens im Namen und auf Rechnung der oder des Waldbesitzenden der höheren Forstbehörde oder eines von ihr beauftragten sachkundigen Vertragsnehmers.


Sofern dritte Dienstleister den Treuhandvertrag (Anlage 8 oder 9) abschließen, ist die zur Erstellung des Betriebsgutachtens erforderliche forsttechnische Sachkunde nach der Qualifizierungs- und Prüfungsordnung forsttechnische Sachkunde oder eine nach § 6 Absatz 1 Nummer 2 der Laufbahnverordnung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz erfolgreich abgeschlossene zweijährige forstliche Qualifizierung mit Prüfung durch den beauftragten Dienstleister als Fördervoraussetzung nachzuweisen.


Untersuchungen zur forstlichen Standortkunde nach § 7 Absatz 4 Nummer 3 LWaldG können im Rahmen von Treuhandverträgen nach den §§ 9 oder 10 PWaldVO im Bedarfsfall durchgeführt werden. Ein Rechtsanspruch besteht nicht.


Diese Vorschrift wird von folgenden Dokumenten zit ... ausblendenDiese Vorschrift wird von folgenden Dokumenten zitiert


Blättern zur vorhergehenden Verwaltungsvorschrift Blättern in der Vorschrift Blättern zur nachfolgenden Verwaltungsvorschrift