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Amtliche Abkürzung:FE-VO
Fassung vom:07.01.2020
Gültig ab:23.01.2020
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:790
Verordnung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz
über die Grundsätze für die periodische Betriebsplanung im Körperschafts- und Staatswald
(Forsteinrichtungsverordnung - FE-VO)
Vom 7. Januar 2020

§ 2
Aufstellung des periodischen Betriebsplans

(1) Im Körperschaftswald ist für sämtliche Waldflächen einer Körperschaft ein gemeinsamer periodischer Betriebsplan als Forsteinrichtungswerk nach § 3 Absatz 1 und 2 aufzustellen. Abweichend von Satz 1 kann mit Zustimmung der höheren Forstbehörde für räumlich getrennte Waldflächen oder organisatorische Untereinheiten ein gesonderter periodischer Betriebsplan aufgestellt werden. Wird der periodische Betriebsplan durch die Betriebsleiterin oder den Betriebsleiter eines körperschaftlichen Forstamtes erstellt, sind die durch Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für ländlichen Raum und Verbraucherschutz über die periodische Betriebsplanung im Körperschaftswald und betreuten Privatwald in Baden-Württemberg vorgegebenen Inhalte und Verfahren anzuwenden.

(2) Die waldbesitzende Körperschaft legt vor Beginn der periodischen Betriebsplanung unter Berücksichtigung von § 46 LWaldG sowie weiterer fachgesetzlicher Regelungen ihre Bewirtschaftungsziele fest. Diese sind bei der Erstellung des periodischen Betriebsplans im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben umzusetzen.

(3) Im Staats- und Körperschaftswald sind bei der Aufstellung des periodischen Betriebsplans insbesondere folgende Aspekte der Daseinsvorsorge zu berücksichtigen:

1.

in Naturschutzgebieten und flächenhaften Naturdenkmalen ist die Planung mit der jeweils zuständigen Naturschutzbehörde abzustimmen,

2.

die periodische Betriebsplanung übernimmt die Ergebnisse der Waldbiotopkartierung nach § 7 Absatz 4 LWaldG; die Maßnahmen der Waldbiotopkartierung werden im Revierbuch einzelbestandsweise dargestellt,

3.

in Natura 2000 Gebieten erfolgt die periodische Betriebsplanung auf der Grundlage der Natura 2000-Managementpläne und der Verordnung des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum zur Festlegung von Europäischen Vogelschutzgebieten sowie der jeweiligen Verordnungen der Regierungspräsidien zur Festlegung der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung; die geplanten Bewirtschaftungsmaßnahmen erfolgen auf der Grundlage der Erhaltungsziele des jeweiligen Natura 2000-Gebietes; die in den Natura 2000-Managementplänen formulierten Erhaltungsmaßnahmen werden für die am jeweiligen Waldbestand vorkommenden Natura 2000-Schutzgüter als Planungsmaßnahmen aufgeführt; §§ 33 und 34 des Bundesnaturschutzgesetzes bleiben unberührt,

4.

Kahlhiebe mit einer Fläche von mehr als einem Hektar sind auf Ausnahmefälle zu beschränken; sofern derartige Hiebe vorgesehen sind, werden im Forsteinrichtungswerk nach § 3 Absatz 1 die Gründe, die Fläche und das zeitliche Vorgehen dargestellt.

(4) Das weitere Verfahren der Aufstellung des periodischen Betriebsplans im Staatswald regelt die Anstalt Forst Baden-Württemberg durch eine Betriebsanweisung.

 


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