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Amtliche Abkürzung:GemO
Fassung vom:28.07.2005 Fassungen
Gültig ab:06.08.2005
Dokumenttyp: Gesetz
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2802-1
Gemeindeordnung für Baden-Württemberg
(Gemeindeordnung - GemO)
in der Fassung vom 24. Juli 2000
§ 18
Ausschluss wegen Befangenheit

(1) Der ehrenamtlich tätige Bürger darf weder beratend noch entscheidend mitwirken, wenn die Entscheidung einer Angelegenheit ihm selbst oder folgenden Personen einen unmittelbaren Vorteil oder Nachteil bringen kann:

1.

dem Ehegatten oder dem Lebenspartner nach § 1 des Lebenspartnerschaftsgesetzes,

2.

einem in gerader Linie oder in der Seitenlinie bis zum dritten Grad Verwandten,

3.

einem in gerader Linie oder in der Seitenlinie bis zum zweiten Grad Verschwägerten oder als verschwägert Geltenden, solange die die Schwägerschaft begründende Ehe oder Lebenspartnerschaft nach § 1 des Lebenspartnerschaftsgesetzes besteht, oder

4.

einer von ihm kraft Gesetzes oder Vollmacht vertretenen Person.

(2) Dies gilt auch, wenn der Bürger, im Fall der Nummer 2 auch Ehegatten, Lebenspartner nach § 1 des Lebenspartnerschaftsgesetzes oder Verwandte ersten Grades,

1.

gegen Entgelt bei jemand beschäftigt ist, dem die Entscheidung der Angelegenheit einen unmittelbaren Vorteil oder Nachteil bringen kann, es sei denn, dass nach den tatsächlichen Umständen der Beschäftigung anzunehmen ist, dass sich der Bürger deswegen nicht in einem Interessenwiderstreit befindet,

2.

Gesellschafter einer Handelsgesellschaft oder Mitglied des Vorstands, des Aufsichtsrats oder eines gleichartigen Organs eines rechtlich selbstständigen Unternehmens ist, denen die Entscheidung der Angelegenheit einen unmittelbaren Vorteil oder Nachteil bringen kann, sofern er diesem Organ nicht als Vertreter oder auf Vorschlag der Gemeinde angehört,

3.

Mitglied eines Organs einer juristischen Person des öffentlichen Rechts ist, der die Entscheidung der Angelegenheit einen unmittelbaren Vorteil oder Nachteil bringen kann und die nicht Gebietskörperschaft ist, sofern er diesem Organ nicht als Vertreter oder auf Vorschlag der Gemeinde angehört, oder

4.

in der Angelegenheit in anderer als öffentlicher Eigenschaft ein Gutachten abgegeben hat oder sonst tätig geworden ist.

(3) Diese Vorschriften gelten nicht, wenn die Entscheidung nur die gemeinsamen Interessen einer Berufs- oder Bevölkerungsgruppe berührt. Sie gelten ferner nicht für Wahlen zu einer ehrenamtlichen Tätigkeit.

(4) Der ehrenamtlich tätige Bürger, bei dem ein Tatbestand vorliegt, der Befangenheit zur Folge haben kann, hat dies vor Beginn der Beratung über diesen Gegenstand dem Vorsitzenden, sonst dem Bürgermeister mitzuteilen. Ob ein Ausschließungsgrund vorliegt, entscheidet in Zweifelsfällen in Abwesenheit des Betroffenen bei Gemeinderäten und bei Ehrenbeamten der Gemeinderat, bei Ortschaftsräten der Ortschaftsrat, bei Mitgliedern von Ausschüssen der Ausschuss, sonst der Bürgermeister.

(5) Wer an der Beratung und Entscheidung nicht mitwirken darf, muss die Sitzung verlassen.

(6) Ein Beschluss ist rechtswidrig, wenn bei der Beratung oder Beschlussfassung die Bestimmungen der Absätze 1, 2 oder 5 verletzt worden sind oder ein ehrenamtlich tätiger Bürger ohne einen der Gründe der Absätze 1 und 2 ausgeschlossen war. Der Beschluss gilt jedoch ein Jahr nach der Beschlussfassung oder, wenn eine öffentliche Bekanntmachung erforderlich ist, ein Jahr nach dieser als von Anfang an gültig zu Stande gekommen, es sei denn, dass der Bürgermeister dem Beschluss nach § 43 wegen Gesetzwidrigkeit widersprochen oder die Rechtsaufsichtsbehörde den Beschluss vor Ablauf der Frist beanstandet hat. Die Rechtsfolge nach Satz 2 tritt nicht gegenüber demjenigen ein, der vor Ablauf der Jahresfrist einen förmlichen Rechtsbehelf eingelegt hat, wenn in dem Verfahren die Rechtsverletzung festgestellt wird. Für Beschlüsse über Satzungen, anderes Ortsrecht und Flächennutzungspläne bleibt § 4 Abs. 4 und 5 unberührt.

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Baden-Württemberg
§ 8 SpG, gültig ab 13.05.2020
§ 5 GuAVO, gültig ab 11.10.2017
§ 35 LplG, gültig ab 31.10.2016
§ 35 LplG, gültig ab 01.12.2015 bis 30.10.2016
§ 19 SpG, gültig ab 01.01.2011
§ 35 LplG, gültig ab 09.05.2009 bis 30.11.2015
§ 35 LplG, gültig ab 22.10.2008 bis 08.05.2009
§ 18 SpG, gültig ab 19.07.2005
§ 19 SpG, gültig ab 19.07.2005 bis 31.12.2010
§ 25 SpG, gültig ab 19.07.2005
§ 8 SpG, gültig ab 19.07.2005 bis 12.05.2020
§ 35 LplG, gültig ab 01.01.2005 bis 21.10.2008
§ 13 GVRS, gültig ab 27.11.2004
§ 3 BauGB-DVO, gültig ab 20.07.2004
§ 35 LplG, gültig ab 09.04.2004 bis 31.12.2004
§ 35 LplG, gültig ab 20.05.2003 bis 08.04.2004
§ 18 SpG, gültig ab 18.12.1999 bis 18.07.2005
§ 19 SpG, gültig ab 18.12.1999 bis 18.07.2005
§ 25 SpG, gültig ab 18.12.1999 bis 18.07.2005
§ 8 SpG, gültig ab 18.12.1999 bis 18.07.2005
§ 13 GKZ, gültig ab 01.08.1998
§ 3 BauGB-DVO, gültig ab 01.01.1998 bis 19.07.2004
§ 21 GKV, gültig ab 01.01.1996
§ 13 GVRS, gültig ab 23.06.1995 bis 26.11.2004
§ 13 RegStuttgG BW, gültig ab 25.02.1994 bis 22.06.1995
§ 48 KomWG, gültig ab 17.11.1993 bis 24.02.1994
§ 18 SpG, gültig ab 01.04.1992 bis 17.12.1999
§ 24 SpG, gültig ab 01.04.1992 bis 17.12.1999
§ 8 SpG, gültig ab 01.04.1992 bis 17.12.1999
§ 26 LplG, gültig ab 14.03.1992 bis 19.05.2003
§ 5 GAusschV BW 1989, gültig ab 01.01.1990 bis 10.10.2017
§ 3 DVO BauGB, gültig ab 01.07.1987 bis 31.12.1997
§ 4 BienSchA/VZustV BW 1973, gültig ab 28.04.1984 bis 10.08.1984
§ 4 GPAG, gültig ab 27.08.1983
§ 1 BBauGDV BW 1 1978, gültig ab 26.05.1982 bis 30.06.1987
§ 3 LJagdGDVO, gültig ab 15.10.1980 bis 30.09.1996
§ 1 BBauGDV BW 1 1978, gültig ab 30.11.1978 bis 25.05.1982
§ 12 LPlG BW 1972, gültig ab 29.08.1978 bis 28.10.1983
§ 1 BBauGDV BW 1, gültig ab 01.02.1978 bis 30.06.1978
§ 13 GKZ, gültig ab 25.06.1977 bis 31.07.1998
§ 13 GKZ, gültig ab 28.02.1976 bis 24.06.1977
§ 12 LPlG BW 1972, gültig ab 17.05.1975 bis 28.08.1978
§ 13 GKZ, gültig ab 02.09.1974 bis 27.02.1976
§ 4 BienSchA/VZustV BW 1973, gültig ab 27.10.1973 bis 27.04.1984
§ 7e LPlG BW 1962, gültig ab 01.01.1973 bis (gegenstandslos)
§ 7i LPlG BW 1962, gültig ab 01.01.1973 bis (gegenstandslos)
§ 12 LPlG BW 1972, gültig ab 01.01.1973 bis 16.05.1975
§ 10 WohlfVerbG BW 1963, gültig ab 01.01.1964 bis 31.12.2004
§ 11 BBauGDV BW 1, gültig ab 25.11.1960 bis 31.01.1978
§ 22 GemPrV BW 1960, gültig ab 01.10.1960 bis 17.02.1984

 


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